| 04.07.2006 Fluck: Vergabevorschriften verzögern Schulsanierung |
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Limburg-Weilburg. Über die Problematik bei der Umsetzung des 25 Millionen Euro teuren Bau- und Sanierungsprogrammes für vier Schulprojekte auf Grund der Vergabevorschriften informierte Landrat Dr. Manfred Fluck (SPD) die Mitglieder des Kreistages.
Nach den Vergabevorschriften müsse zum Beispiel bei Architektenhonoraren über 200 000 Euro eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Das erfordere bereits einen zeitlichen Aufwand von drei Monaten und bei der Vergabe der Arbeiten für das Bauwerk, ebenfalls europaweit, weitere drei Monate.
Am Beispiel für das rund zehn Millionen Euro umfassende Sanierungsprogramm für die Hadamar Fürst-Johann-Ludwig-Schule berichtete der Landrat von rund 80 Architekturbüros, die Unterlagen für Angebote angefordert hätten. Daraufhin seien 38 Angebote von Architekturbüros eingegangen. Fünf Büros seien in die engere Wahl gekommen, und als bestes Büro sei in einem ganz und gar objektiven Verfahren das Architekturbüro Willi Hamm aus Bad Camberg ausgewählt worden. Eine Auszeichnung für das Büro Willi Hamm, der Mitglied des Kreistages sei. In den nächsten Tagen könne der Vertrag unterzeichnet werden, sagte Fluck.
Zur Sanierung der Limburger Adolf-Reichwein-Schule mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von zehn bis elf Millionen Euro seien die Bedingungen ähnlich: drei Monate für das Architekturbüro und drei Monate für die Bauvergabe. Der Kreisausschuss habe ein Unternehmen in Hanau gefunden, das sowohl für die Planung sorgen als auch als Bauinvestor auftreten wolle. Mit diesem Angebot gehe der Kreisausschuss, der sich noch nicht entschieden habe, auf den Markt.
Für die Sanierung des alten Gymnasiums (ehemalige PPC-Schule) in Limburg mit einem Aufwand von rund vier Millionen Euro liege nun eine Bestandsaufnahme vor. Der Entwurf der Bebauung sei mit dem Bauamt der Stadt Limburg vorbesprochen worden. Hier bestehe noch Klärungsbedarf, sagte Fluck. Für den Bau der Sporthalle an der St.-Blasius-Schule in Frickhofen (zwei bis drei Millionen Euro) liege dem Kreis mittlerweile die Zusage der Gemeinde Dornburg für eine finanzielle Beteiligung für eine Tribüne und das Jugendpflegerbüro vor. Im September werde mit den Arbeiten begonnen, die von einem Architekturbüro in Hildesheim geplant werden. (bl) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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