| 04.01.07 „Monoide“ und Mathe-Genies |
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Hadamar. Die hohe Bedeutung solider Mathematik-Kenntnisse ist allgemein anerkannt. Doch wie lassen sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler für dieses häufig als Buch mit sieben Siegeln beargwöhnte Fach begeistern? Die „MONOID-AG“ der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule, geleitet von Studiendirektorin Irmtrud Niederle, ist ein vielversprechendes Beispiel dafür, wie dies mit Phantasie, Ehrgeiz und großem Einsatz aller Beteiligten gelingen kann.
Was ist ein „Monoid“? Damit ist eine geometrische Figur gemeint, hinter der ein mathematisches Problem steckt und die seit 1981 zum Logo einer Zeitschrift für mathematisch begabte und interessierte Schüler/innen wurde. Ursprünglich hervorgegangen aus der Inititative Martin Mettlers, eines engagierten Mathematik-Lehrers an zwei rheinland-pfälzischen Gymnasien, hat seit 2001 der Fachbereich Mathematik und Informatik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz die Herausgeberschaft dieser Zeitschrift übernommen, die vierteljährlich mittlerweile nicht nur bundesweit, sondern auch aus dem europäischen Ausland Schüler/innen von Klasse 5 bis 13 zum Lösen kniffliger Probleme aus der Mathematik herausfordert. Die Sieger des jährlichen MONOID-Wettbewerbs werden jeweils im Herbst ausgezeichnet (zur weiteren Information: www.mathematik.uni-mainz.de/monoid/ ).
Mit dem Ziel der Teilnahme am Wettbewerb bietet die „MONOID-AG“ an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule interessierten Schüler/innen einen besonders motivierenden Zugang zur Mathematik und ihrer Anwendung in anderen Wissenschaften, der ihr selbständiges Forschen und Lernen fördert und sie dabei gezielt unterstützt. Denn außer mathematischer Phantasie sind auch Zähigkeit, Wille und Ausdauer vonnöten. Unter den rund 350 Teilnehmern des Jahres 2006 erzielten auch Marc Dinges (5dG), Kai Roth (8bG), Monja Schütz (7aG) und Philipp Wenzel (7dG) von der Fürst-Johann-Ludwig-Schule so viele Punkte, dass sie gemeinsam mit ihren Eltern und Lehrern zur Jahresfeier von MONOID an das Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey eingeladen und mit Preisen und Urkunden von Professor Ekkehard Kroll vom Fachbereich Mathematik der Universität Mainz geehrt wurden. Prof. E. Schömer (FB Informatik Universität Mainz), der seinen Festvortrag mit dem berühmten Archimedes-Ausspruch „Noli turbare circulos meos!“ (Störe meine Kreise nicht!) betitelt hatte, demonstrierte den Schülern sehr anschaulich, was Mathematik mit dem Packen des Kofferraums eines Autos zu tun hat. Die von ihm entwickelten Pack-Algorithmen konnten in einer mathematischen Ausstellung an Modellen durchgespielt und auf dem Computer erprobt werden.
Die Preise 2006 sind vergeben. Nun heißt es wieder: Aufgaben lösen und neue Punkte sammeln. Die Monoid-Feier mit der Preisvergabe 2007 wird am Samstag, 24. November 2007, an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz stattfinden. Dann wird auch die Fürst-Johann-Ludwig-Schule wieder vertreten sein. (nhf) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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