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Die Abiturienten legen derzeit erstmals in Hessen eine einheitliche Abiturprüfung ab. Wie lief die Premiere des „Zentralabis“ an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule ab?
Peter Laux: Die technische Übermittlung lief problemlos, ebenso das Entschlüsseln der Datei mit den Aufgaben. Daraus wurde dann eine Druckvorlage erstellt und so vervielfältigt, dass wir die Aufgaben in allen erdenklichen Kombinationen vorhalten konnten. Dabei entsteht leider eine Menge Papier, das später nicht gebraucht wird, aber das lässt sich leider nicht vermeiden, wenn man den Schülern und Kollegen ausreichende Auswahlmöglichkeiten geben will. Am Morgen des ersten Prüfungstages wurden zum Teil noch Korrekturen verschickt, aber die waren marginal und betrafen auch nicht unsere Schüler. Es wären aber auch nur kleinere Streichungen gewesen, die man den Schülern hätte zumuten können.
Wie waren die Erwartungen der Lehrer vor der zentralen Prüfung?
Peter Laux: Es gab eine durchwachsene Stimmung. Deutliche Ablehnung habe ich zwar selten verspürt, aber doch gewisse Bedenken, dass die Zentralisierung zu Lasten der Tiefe im Lernstoff und zu Gunsten der Breite gehen würde. Bisher hat sich jedoch kein Kollege über die Aufgabenvorschläge beschwert. Insgesamt ist die Stimmung bemerkenswert unaufgeregt.
Und bei den Schülern?
Peter Laux: Am Wahlverhalten bei den Prüfungsfächern hat das Zentralabitur nach meiner Einschätzung nichts geändert. Beim Üben haben sich die Schüler an den Beispielaufgaben aus dem Internet, am Lehrplan und an den so genannten „fachspezifischen Hinweisen“ des Kultusministeriums orientiert. Außerdem gibt es Abitur-Hilfsmittel von verschiedenen Verlagen und Übungsgruppen, die sich im Rahmen der Schule zusammengefunden haben. Erst heute früh habe ich mit zwei Abiturienten gesprochen, die ganz zufrieden mit den Aufgaben waren. Nur im Mathematik-Leistungskurs fanden einige die Stoffmenge etwas zu üppig.
Peter Laux ist Schulleiter der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar. 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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