| 09.05.2007 Toleranz und Respekt kann man lernen |
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Limburg. Vor gut einem Jahr gestartet, erfreut sich ein neuer Workshop zum Toleranztraining in verschiedenen Schulen des Landkreises Limburg-Weilburg zunehmender Beliebtheit. „Wir verzeichnen eine stetige Zunahme bei der Nachfrage nach dem Workshop“, sagen Andrea Rückel und Olga Gibin, Mitarbeiterinnen des Projektes „Ost-West-Integration“ (OWI) der Kreisvolkshochschule, die in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst (JMD) Limburg-Weilburg des Bezirkscaritasverbandes das zweitägige Seminar organisieren. Es erstreckt sich jeweils über zwei Unterrichtstage und wird grundsätzlich nicht in der Schule sondern in externen Räumen angeboten.
Hauptthema des Seminars, das für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren konzipiert wurde, ist vor allen Dingen die Frage, was Toleranz sowie toleranter und respektvoller Umgang miteinander bedeutet. Bei dem Seminar geht es um partnerschaftliche Kommunikation und respektvollen Umgang in Schule, Familie und Freundeskreis. Den Jugendlichen soll ins Bewusstsein gerufen werden, dass ein friedliches Zusammenleben von einzelnen Menschen unabhängig von Wertvorstellungen, Identitäten und kulturellen Lebensentwürfen in der Gesellschaft möglich ist.
Am Toleranztraining haben bereits zehn Mal verschiedenen Haupt- und Realschulklassen teilgenommen. Die Schüler wurden zu Streitschlichtern ausgebildet, mit dabei waren unter anderem Schüler der Westerwaldschule Waldernbach, der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar sowie der Adolf-Reichwein-Schule aus Limburg.
Das Seminar beginnt mit dem Darstellen und Erklären verschiedener „Begrüßungsrituale“. Alle Teilnehmer stellen sich vor und lernen sich in gegenseitigen Interviews von einer anderen Seite kennen. Anschließend erarbeiten sie systematisch am Thema. Die Ergebnisse von Einzel- und Gruppenarbeiten werden zusammengefasst, diskutiert und auf Wandzeitungen dokumentiert. Indem sich alle Schüler der Reihe nach mit praktischen Beispielen für tolerantes Verhalten zu Wort melden, entsteht nach und nach ein „Toleranznetz“, das aus Wollfäden gesponnen wird. Außerdem wird der Kurzfilm „Die Andere“ gezeigt, in dem jugendliche Laienschauspieler zum Thema „Anders und fremd sein“ eine Geschichte spielen.
Weitere Informationen: Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg, Irena Frank und Gerhard Neunzerling-Dernbach, Telefon: (0 64 31) 20 05 75. (bra) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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