| 14.06.2008 Musikgenuss statt Kick-Verdruss |
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Hadamar. Die Aula war schon mal besser gefüllt beim Sommerkonzert der Fürst-Johann-Ludwig-Schule. Schuld war das gleichzeitige Fußballspiel Deutschland-Kroatien am Donnerstagabend. Dabei boten die Musiker aus den Reihen der Schülerschaft eindeutige die bessere Unterhaltung als die deutsche Nationalmannschaft mit ihrem mittelmäßigen Kick.
In der Aula dagegen bekamen die Zuhörer ein vielfältiges, kurzweiliges Programm geboten, das bewies: Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule hat sich auf allen Altersstufen ein respektables musikalisches Profil erarbeitet. Vom Klassischen bis zum Rockigen führte das Programm. Mit dem Slawischen Tanz Nr. 8, Opus 46, von Dvorak und Buchner eröffnete das Große Orchester unter der Leitung von Stephan Schröder den Abend, um dann zur bekannten Erkennungsmelodie der James-Bond-Filme zu springen.
In der thematische Logik hätte danach eigentlich die Big Band auftreten müssen. Doch dieses Ensemble macht in diesem Jahr eine Konzert-Pause. Nachdem der langjährige Leiter Alfred Klinger in den Ruhestand gegangen ist, befindet sich die Big Band derzeit in einer Neuaufstellungsphase. Aber, so versprach Moderator Christoph Ries: „Im nächsten Jahr ist sie wieder dabei.“
Als erste Sängerin ließ Leonie Holzbach gemeinsam mit der „Young Sinfonia“ die Töne von Mike Oldfields „Moonlight Shadow“ durch den Saal schweben. Dann waren die Jüngsten des Abends an der Reihe. Die beiden Chöre „Chohrwürmchen“ und „Chorillas“ verschafften mit instrumentaler Unterstützung aus der Musikklasse 8eG einigen Tieren einen Auftritt. Das vielköpfige Ensemble ließ, dirigiert von Monica Grund und Martin Bertram, Balu, den gemütlichen Bären, durch die Aula tapsen, berichtete von einer Seeschlange und dem armen Lama, das nicht spucken konnte. Den Rollmops, an sich kein übermäßig lebendiges Tier, ließen die Kinder besonders rasant umherschwimmen.
Richtig rockig wurde es mit den Fürsten-Teenies. Die jungen Damen bewiesen, dass sich auch Musik aus den Charts, beispielsweise von Avril Lavigne, als Chorgesang umsetzen lassen. Den Schluss des musikalischen Abends machten die „Stars“ der Fürst-Johann-Ludwig-Schule: die Band „Teacher’s Despair“. Für einige der Musiker war es eine Abschiedsvorstellung, denn sie bekommen heute ihre Zeugnisse und scheiden damit auch aus der Band aus. Besonders wurden die Sänger Katharina Herborn, Brigida Letizia und Nicolas Ries mit Applaus bedacht. Vor allem Nicolas Ries kam beim Publikum hervorragend an: mit seiner beeindruckenden Stimme bei Roger Ciceros „Zieh die Schuhe aus“ und mit seinem unverdrossenem Auftritt im Nationaltrikot. (vt) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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