| 13.09.2008 «Japan im Klassenzimmer» |
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 In der Mitte des Bildes die japanische Vizekonsulin Chie Onishi
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Hadamar. Gespannt lauschten die zahlreich erschienen Schülerinnen und Schüler der japanischen Vizekonsulin Chie Onishi, die mit ihrem Vortrag über Wirtschaft, Kultur und das Schulsystem Japans in der Aula der Fürst-Johann-Ludwig-Schule das nunmehr siebte Schulprojekt «Japan im Klassenzimmer» vorstellte.
Dabei geht es nicht nur um die Hochglanzseite dieses High-Tech-Landes mit seiner faszinierenden und spannungsreichen Kultur zwischen Samurais, Mangas und Robotern. So erwähnte Herr Kasper, Vorstandsmitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft mit zwanzigjähriger Japan-Erfahrung, in seinem Vortrag auch das Phänomen der «Freeter». Mit diesem Kunstwort, aus dem englischen «free» und dem deutschen Wort «Arbeiter», werden in Japan rund 15-20 Prozent der jungen Leute zwischen 15 und 30 Jahren bezeichnet, die ohne qualifizierte Ausbildung von schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs, in der Regel zu Hause bei ihren Eltern, leben und auf die Schattenseiten von Globalisierung und neuer Arbeitswelt verweisen.
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Das Interesse an Japan ist groß, vor allem bei den Schülerinnen und Schülern der Fürst-Johann-Ludwig-Schule, die in den letzten beiden Jahren als erfolgreichste Schule aus drei Bundesländern jeweils einen der beiden Hauptpreise erzielen konnte. So berichtete auch Nora Brandau, Hauptpreis-Gewinnern des vorherigen Wettbewerbs, von ihrer Japanreise, die bei ihr ein so nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, dass Nora sich entschlossen hat, in Berlin Japanologie zu studieren. Darüber freut sich auch Studienrat Maik Hülsemann (M.A.), der das Projekt 2006 an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule initiiert hat, für das Projektmanagement verantwortlich ist und es seitdem mit den Schülern überaus erfolgreich durchgeführt hat, wie Schulleiter Peter Laux hervorhob. «Die gezielte Öffnung der Schule für außerschulische Lernprojekte von hoher Qualität bietet unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur besondere Möglichkeiten zur Motivation, sondern kann auch nachhaltige Wirkungen hervorbringen», stellte Maik Hülsemann fest.
Kern des Projekts «Japan im Klassenzimmer», das gemeinsam vom Japanischen Generalkonsulat, der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und dem «Sprachzentrum für Japanisch» in Frankfurt organisiert und von verschiedenen Wirtschaftsunternehmen finanziell unterstützt wird, ist ein Aufsatz-Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10. «Ich – im Jahr 2018 in Japan» lautet das diesjährige Aufsatzthema, für dessen Bearbeitung den interessierten Schülern nun nach der Präsentation an der Schule vier Wochen Zeit bleibt. Die beiden Hauptgewinner werden zu einem zweiwöchigen Besuchsprogramm nach Japan eingeladen. Alle Gewinnern nehmen an einem Empfang durch das Generalkonsulat in Frankfurt teil. (up) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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