| 24.04.2009 Mädchen und Technik |
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Gestern war wieder einmal Girls Day – der Tag, an dem Schülerinnen typische Männerberufe kennenlernen können.
Limburg-Weilburg. Mit hohem Tempo fliegt der kleine rote Ball durch die Luft. Und er fliegt weit. Als er auf der grünen Wiese gelandet ist, spurtet eine Schülerin mit einem Reflektor an eben jene Stelle. Nun kann mit Hilfe des Tachymeters, ein rund 15 000 Euro teures Gerät zum Winkel- und Streckenmessen, auf den Zentimeter genau die Wurfweite gemessen werden. Das war nur eine von vielen Aktionen, die 17 Schülerinnen auf dem Gelände des Amtes für Bodenmanagement im Limburger ICE-Gebiet erleben durften.
«Wenn die Leichtathletik das nächste Mal im Fernsehen zu sehen ist, dann wisst wir, wie das mit der Weitenmessung funktioniert», erklärt Thomas Krah vom Amt für Bodenmanagement der Gruppe von Mädchen, die sich um ihn geschart hat. Krah und ein paar seiner Kollegen zeigen den Jugendlichen, wie die Vermessung in der Praxis funktioniert.
«Ich fand das Thema sehr interessant», sagt Johanna Heep aus Oberzeuzheim. Den Beruf des Vermessungstechnikers kannte sie aus dem Internet. Sie sprach mit ihrer Freundin Maria Dluhosch, und schon waren die Mädchen bei der Sache. Denn die beiden Mädchen besuchen die sechste Klasse an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar und wollten den Girls Day gemeinsam verbringen.
Johanna interessiert sich beispielsweise sehr dafür, wie das mit dem Vermessen bei den Olympischen Spielen funktioniert. In der Schule zählt sie zwar weniger Mathematik, sondern «Kunst, Sport und ein bisschen Deutsch» zu ihren Lieblingsfächern, aber beide Mädchen nicken auf die Frage, ob sie den Beruf später einmal ergreifen würden. Dass sie sich hier einer großen Konkurrenz von Männern stellen müssten, «damit haben wir kein Problem», sagt Maria, die in der Schule am liebsten Sport oder Kunst mag.
Am Amt für Bodenmanagement jedenfalls ist der Ausbildungsberuf des Vermessungstechnikers, für den als schulische Voraussetzungen gute mathematische Kenntnisse, zeichnerische Fähigkeiten sowie Interesse am Umgang mit moderner Computertechnologie gelten, noch überwiegend in Männerhand. Rund 30 Auszubildende gibt es derzeit, weiß Vermessungs-Referendarin Laura Kirsch. Sie selbst mag besonders «den Bezug zur Erde und das Globale» an ihrem Ingenieur-Beruf: «Genauigkeit ist bei uns wichtig» – und das Wissen um Zahlen natürlich auch, das besonders während des Studiums gefragt ist. Aber: «Man kommt dazu, es zu mögen», sagt sie und grinst. bra 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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