| 08.09.2009 Kleinfeld statt Sportzentrum |
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Pläne für die FJL-Schule
Mit der Mehrheit von CDU und SPD, gegen FWG und WFH hat der Hadamarer Haupt- und Finanzausschuss einen städtischen Zuschuss von 100 000 Euro für ein Kunstrasen-Kleinspielfeld an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule befürwortet. Über Sinn und Unsinn des Spielfeldes gingen die Meinungen auseinander.
Hadamar. «Der Magistrat hat sich mehrheitlich gegen die Beteiligung ausgesprochen», berichtete der Erste Stadtrat Bernd Groh (parteilos). Der Grund sei gewesen, dass damit eine zentrale Sportanlage, die immer wieder für das Gelände an der Schule ins Gespräch kommt, auf Dauer unmöglich gemacht werde.
Hans Meyer (SPD) hob dagegen hervor, dass die jährliche Zinsbelastung für die 100 000 Euro nur wenig über 400 Euro liege. Das sei eine günstige Gelegenheit, um den Schulstandort Hadamar für wenig Geld zu stärken. Zudem trügen Landkreis und Land einen erheblichen Anteil an den Kosten. «Wenn wir uns nicht beteiligen, geht auch dieses Geld woanders hin», warnte Meyer. «Das neue Spielfeld steigert die Attraktivität der Schulanlage insgesamt», stimmte Markus Stähler (CDU) ihm zu.
Ganz anders sehen das die übrigen Fraktionen. Andreas Alfa erklärte, dass die WFH der 100.000-Euro-Beteiligung anfangs zugestimmt habe, weil sie davon ausgegangen war, dass es sich um ein großes Kunstrasenfeld handle, das später zum Bestandteil einer zentralen Sportanlage werden könne. Ein Kleinspielfeld könne seine Fraktion nicht befürworten. Da sollten die 100.000 Euro lieber in das nächste Projekt aus der Prioritätenliste des Konjunkturprogramms fließen: die Energiesanierung der Kindergärten.
«Wenn man schon Geld ausgibt, dann lieber für ein großes Sportzentrum», lautete der Kommentar von Erwin Meurer (FWG). Benedikt Böckling (FWG) räumte ein, dass eine zentrale Sportanlage derzeit nicht zu finanzieren ist. Dennoch solle man sich die Möglichkeit für diese «zukunftsorientierte Lösung» offen halten. Wenn der kleine Kunstrasenplatz erst mal angelegt sei, werde auf Jahre hinaus niemand mit erneuten Umbauten für eine größere Anlage beginnen können.
Nach der Zustimmung des Ausschusses muss nun die Vollversammlung der Stadtverordneten endgültig über das Thema befinden. vt 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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