 Ein Schwerpunkt der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Ziele Projekte im Einzelnen Zukunftsperspektiven

 Ein Schwerpunkt der Fürst-Johann-Ludwig-SchuleSeit 1981 sind im Wahlpflichtunterricht Ökologie der Schule vielfältige Projekte durchgeführt worden. Der Schwerpunkt dieser „Arbeit“ lieg in der ökologischen Umgestaltung der Schule und des weiträumigen Schulgeländes. Hierbei wurden durch die Schüler/innen u.a. auch eine Vielzahl von Biotopen angelegt, die mittlerweile vielen Pflanzen und Tieren (auch gefährdeten Arten) einen Lebensraum bieten. Die Schule als Lernort ökologischer Zusammenhänge hat dadurch eine große Bedeutung erlangt.
Hier lassen sich ökologische Prozesse vor Ort und über einen längeren Zeitraum beobachten und untersuchen. Dies stärkt das Interesse der Jugendlichen an ökologischen Zusammenhängen und vermittelt Methoden und Verfahren der Wissenschaft.
Besser als im Klassenraum kann der Schüler im Freiland wirklichkeitsgetreue Vorstellungen über die Merkmale von Lebewesen, ihre Lebensräume oder ihre Anpassung an bestimmte Standorte entwickeln. Statt beim Unterricht im Klassenraum Informationen aus zweiter Hand aufzunehmen, machen die Schüler durch den Unterricht im Freiland Primärerfahrungen, die nicht nur den kognitiven, sondern auch den effektiven Bereich des Lernens fördern. [zum Seitenanfang]

 Ziele- Schaffung von Biotopen und Lehrobjekten für den Unterricht
- Projektarbeiten, die langfristig angelegt sind und es nachfolgenden Schülergenerationen (“Dominoeffekt“) ermöglichen, bei deren Betreuung oder beim „Lernen vor Ort“ ökologische Zusammenhänge zu erkennen
- Gestaltung der Schule durch die Schüler selbst (soziale Komponente)
- Erhöhung der Artenvielfalt auf dem Schulgelände
- „Freundlichere“ Gestaltung der Schule (Alternativen zu Beton und Einheitsgrün)
- Schule als Lernort ökologischer Zusammenhänge
- Primärerfahrungen der Schüler/innen, nicht nur im kognitiven, sondern auch im effektiven Bereich des Lernens
- Aktive Einbindung der Schüler/innen(„Projektorientiertes Handeln“)
- Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen [zum Seitenanfang]

 Projekte im Einzelnen- 1981 Erste Anpflanzungen
- 1982 Steinhaufen für Eidechsen
- 1983 Erster Schulteich
- 1984 Ein Schulwäldchen und eine Streuobstwiese werden angelegt
Bau und Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Insekten
- 1985 Fassadenbegrünung der Turnhalle, Teilnahme an einem Wettbewerb des Naturschutzzentrums Hessens (Gewinn von 100,-DM)
- 1986 Anlage der ersten Vogelschutzhecke [zum Seitenanfang]

- 1987 Erweiterung des Feuchtbiotops, Dachbegrünung, Komposthaufen und Kräutergarten
- 1988 Bachlauf, BUND-Kreisverband Limburg-Weilburg besucht unsere Schule
- 1989 Zaunbegrünung, Pflanzung von Solitärbäumen
- 1990 Anlage eines Schullehrpfades mit finanzieller Unterstützung durch die Naspa Hadamar
- 1991 Bau eines weiteren Tümpels, Anbringen von Mauerseglernistkästen
- 1992 Trockenmauer aus Basaltsteinen
- 1993 „Unkenpfützen“ im Feuchtbiotop, Aufstellen eines Bienenstockes
- 1994 Teilnahme des Ökologiekurses an einem Empfang des Hessischen Ministerpräsidenten
Pflanzung von Solitärbäumen und einer weiteren Hecke
Gewinn von 500,-DM beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend schützt Natur und Umwelt“
Lehrer Gerhard Christ wird mit dem Umweltpreis des Landkreises Limburg/Weilburg ausgezeichnet
- 1995 Zweiter Platz bei einem Jugendwettbewerb der Sparkassen(800,- DM) Erweiterung des Feuchtbiotops
- 1996 Anlage weiterer Kleingewässer, Heckenpflanzungen
- 1997 Anlage eines weiteren Teiches
- 1998 Einzelbepflanzungen und Anbringen von Nisthilfen für Halbhöhlenbrüter
- 1999 Am „Tag des Baumes“ Stadtbegrünung in Zusammenarbeit mit der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“, dem Forstamt Hadamar und dem städtischen Bauhof
- 2000 Spende der Naspa Hessen von 30 000,-DM an unsere Schule für ökologische Projekte Errichtung einer Wetterstation, Erweiterung der Streuobstwiese und Anlage eines großen Teiches für gefährdete Kleinfische [zum Seitenanfang]
 Zukunftsperspektiven- Kontinuierliche Pflege und Erweiterung des Freilandlabors
- Jährliche Kartierung von Fauna und Flora
- Verstärkte Teilnahme an Natur- und Umweltschutzwettbewerben
- Stärkere Einbeziehung des schulischen Umfeldes als Lernort (wie z.B. Kläranlagen, Wasserkraftwerke, Mülldeponien)
- Einrichtung einer schulformübergreifenden AG Ökologie für die Jahrgangsstufe 7/8
- Dauerhafte Einrichtung des Wahlpflichtfaches Ökologie im Gymnasialzweig Klasse 9/10
- Mitarbeit in der Lehrerfortbildung im Bereich Ökologie/Schulgarten/Freilandlabor 
Mittwoch, 2. Mai 2001 Gerhard Christ 
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