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Der Meteor schlägt in Hadamar ein (09/17)

 

 

Die Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule inszenierte vergangenes Wochenende mit einer Komödie Dürrenmatts ein „einschlagendes Erlebnis“

 

„Ich habe keine Seele – dafür reichte die Zeit nicht“, sagt die Hauptfigur Schwitter aus Dürrenmatts Der Meteor. Und so benimmt er sich auch, nachdem er von den Toten auferstanden ist. Die anderen sind ihm herzlich egal und es lässt ihn kalt, dass seine Auferstehung den Tod vieler anderer nach sich zieht.

 

Das war kein leichter Stoff, den sich da die Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule unter der Leitung von Gaby Schützeberg vorgenommen hatte. In der eher selten aufgeführten Komödie geht es um Gesellschaftskritik auf vielen Ebenen. So wird der Machbarkeitswahn in der Medizin ad absurdum geführt, der Promikult auf die Schippe genommen oder die Glaubenskrise heutiger Christen thematisiert. Das Publikum reagierte darauf an den beiden Aufführungen sehr unterschiedlich. Während am ersten Abend vor allem die schauspielerische Leistung der 17 Schüler und Schülerinnen so beeindruckte, dass mancher sich aus Respekt ein Lachen nicht gestattete, war die Atmosphäre am zweiten Abend gelöst, und es wurde bei allem Ernst des Stückes viel gelacht. Insbesondere der talentlose Aktmaler Nyffenschwander (Jonas Brune-Ochetal), den seine Frau Auguste (Victoria Hering) auf dem Totenbett betrügt, und Jochen Schwitter (Robert Schäfer), der verzweifelte Sohn, der nun hoch verschuldet ohne Erbe dasteht, erheiterten mit ihren Auftritten das Publikum. Meisterlich gespielt wurde die Verzweiflung des Mediziners Schlatter (David Storzer), der den Tod Schwitters festgestellt hat, und nun vor der denkenden Welt wie ein Trottel dasteht. Nachdem er feststellen muss, dass der Auferstandene sich weigert, sich noch weiteren unsinnigen Behandlungen auszusetzen, realisiert er seinen Ruin und schleicht zerstört von der Bühne. Andere sterben auf der Bühne – vor Freude, vor Aufregung, aus Altersgründen – oder werden wie der skrupellose Bauunternehmer Muheim (Natascha Braun) selbst zum Mörder. Jede einzelne Rolle war treffend besetzt und trug zur rundum gelungenen Inszenierung bei.

 

Die Leistung der Hauptdarstellerin Klara Türk trug das Stück souverän, spielte sie doch den schwierigen Charakter Schwitter mit Bravour. Immer wieder wurde vom Publikum Achtung vor der erbrachten schauspielerischen Leistung geäußert, da alleine schon die enorme Textfülle Respekt abnötigt. Zynismus, Menschenverachtung und Egozentrik machen die Rolle nicht gerade sympathisch, wurden aber überzeugend bis hin zum wuterfüllten Abgang durchgehalten. Das von Dürrenmatt vorgesehene Ende lässt offen, ob Schwitter noch irgendwann stirbt oder zum Weiterleben verflucht ist. Klar ist, dass er dem Rat seines Freundes Koppe (Jean-Philippe Bosch) nicht folgt, der da lautet: „Versuch es mal mit dem Leben, wenigstens so lange du lebst.“

 

Auch wenn das Stück an sich polarisiert, kann kein Zweifel an der professionellen Umsetzung bestehen. Deshalb ist es schade, dass die meisten Schauspieler in diesem Schuljahr ihr Abitur ablegen werden und der Regisseurin dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Als nächstes wird die Theater-AG aber ohnehin neue Wege beschreiten und in Richtung Musical gehen.
























 
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