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12.07.2018 Deutsche Schülerakademie

 

 

Vom 12. bis 28. Juli habe ich an einem Kurs der Deutschen Schülerakademie auf Schloss Torgelow (das außerhalb der Ferien ein Internat ist) teilgenommen. Diese 16 Tage waren eine tolle, sehr interessante und lehrreiche Zeit voller neuer Erfahrungen, und eben ganz anders, als ich sie mir ursprünglich vorgestellt hatte.

 

 

Die Deutsche Schülerakademie, kurz DSA, ist ein Projekt der Bildung & Begabung gGmbH. Jeden Sommer finden mehrere Akademien an unterschiedlichen Standorten statt, wobei jede Akademie 16 Tage dauert und sechs Kurse mit jeweils bis zu 16 Teilnehmern umfasst. Ziel der Akademien ist es, besonders interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler geistig und sozial herauszufordern und mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen vertraut zu machen. Dabei beschäftigen sich die Kursteilnehmer unter der Leitung von zwei Kursleitern mit sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Themen.

Zum Programm während der Akademie gehören neben der Arbeit in den Kursen auch kursübergreifende Angebote (KüA), die sowohl von den Teilnehmern selbst als auch von Kursleitern organisiert werden können. Diese KüAs sind freiwillige Freizeitangebote, die eine tolle Möglichkeit sind, Neues auszuprobieren und die Hobbies anderer Teilnehmer kennenzulernen.

Für die Akademie-Teilnahme, gibt es mehrere Möglichkeiten: Man kann sich bewerben (Eigenbewerbung oder Vorschlag durch die Schule) oder die Qualifikation durch einen Wettbewerb erlangen.

 

 

Mein Erfahrungsbericht soll hier einen grundlegenden Eindruck vermitteln. Auf der Website der DSA sind weitergehende Informationen verfügbar.

Mein Weg zur DSA begann im letzten Winter, als ich von der FJLS auf das Angebot angesprochen wurde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, bis auf die Existenz der DSA, nicht viel über dieses Programm und dachte, dass das nichts für mich ist, schließlich wollte ich nicht über zwei Wochen der wertvollen Sommerferien für noch mehr Schule „opfern“. Mir war klar: Schule in den Ferien? Nein danke! Meinen Eltern gelang es, mich nach vielen Diskussionen zu überreden, das Angebot anzunehmen und mich durch die Schule vorschlagen zu lassen, schließlich wusste ich ja nicht, ob ich überhaupt angenommen würde. Ende April erhielt ich dann die Zusage. Damit sind meine Zweifel gewachsen, denn ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die zwei Wochen Sommerferien nicht völlig verloren sein sollen. Außerdem würde ich niemanden von den fast hundert anderen Teilnehmern kennen und ich befürchtete, nach der Akademie und den Ferien eher erschöpft und nicht entspannt zu sein. Natürlich habe ich im Internet Erfahrungsberichte gelesen, konnte aber einfach nicht glauben, dass die Akademie so toll ist, wie sie in jedem Bericht beschrieben wird.

 

 

Mitte Juli ging es für mich also mit vielen Zweifeln im Gepäck auf die Reise nach Torgelow am See und wie im Titel angedeutet, kam tatsächlich alles anders, als ich es mir vorgestellt hatte: Die 16 Tage waren eine sehr schöne Zeit, in der ich viele Erfahrungen sammeln konnte und sehr viel gelernt habe. Die Ferienzeit die ich „geopfert“ hatte, war es absolut wert und eine wirklich gute Investition! Sollte man also Kosten (in Form von Ferienzeit) und Nutzen (das Erlebnis DSA) gegeneinander abwägen, überwiegt ganz eindeutig der Nutzen, denn die Zeit bei der Akademie kann man nur als besonderes Erlebnis beschreiben. Schon am Tag der Ankunft haben sich die Zweifel weil man niemanden kennt, als unbegründet erwiesen, denn es kannte sich niemand und spätestens bei dem ersten gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden „Plenum“, hatte man schon so viele andere Teilnehmer getroffen, dass es schwer fiel, sich alle Namen zu merken. Das Plenum ist ein Treffen von allen Kursen inklusive Kurs- und Akademieleitung, das normalerweise morgens nach dem Frühstück stattfindet. In dem Plenum wird der Tagesablauf besprochen, die KüAs werden geplant und falls etwas Besonderes ansteht, wird auch das besprochen. Nach dem Plenum haben sich die Kurse zum ersten Mal getroffen.

Mein Kurs hat sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Macht und Recht(en) befasst. Im Kurs haben wir sehr vielfältig gearbeitet. Wir haben uns z.B. mit Rechtsphilosophie beschäftigt, einen Vortrag zu Kryptowährungen gehört und mit einem anderen Kurs gemeinsam zum Thema Völkerrecht gearbeitet. Die gesamte Arbeit im Kurs war sehr interessant, da ich mich mit Themen beschäftigen konnte, mit denen man in der Schule nur wenig in Berührung kommt. Wie auf der Website der DSA beschrieben/angekündigt, habe auch ich mich in der Kursarbeit sehr gefordert gefühlt, die Themen waren anspruchsvoll und die Aufgabenstellungen schwierig. Dieses Maß an Herausforderung war aber genau richtig: Es hat mich motiviert und mich an meine Grenzen gebracht, gleichzeitig auch gezeigt, dass man meistens mehr kann, als man denkt. Das „An die Grenze bringen“ ist allerdings durchweg positiv und keine Überforderung, vielmehr hat es den eigenen Ehrgeiz geweckt und eher angespornt. Beeinflusst wurde dieses positive Empfinden auch durch das Arbeitsklima: Alle Kursteilnehmer und Kursleiter waren sehr motiviert. Neben den spannenden Inhalten konnte ich durch Tipps der Kursleiter auch viele Erfahrungen sammeln, was bspw. eine gute Vortragsweise oder Präsentation betrifft. Zum Ende der Akademie stand eine Ausarbeitung an: Die in Gruppenarbeit verfasste, schriftliche Dokumentation über das Kursthema.

Neben den beiden Kursschienen am Tag hatte man genug Freizeit in der man z.B. an den verschiedenen KüAs teilnehmen konnte. Durch die ausgezeichnete Ausstattung des Internatsgymnasiums, konnten wir in unserer Freizeit z.B. mit einem Boot auf den See fahren, Tischtennis oder auf dem Tennisplatz des Internats Tennis spielen. Schnell habe ich festgestellt, dass sich meine Vermutung, nach der Akademie sehr erschöpft zu sein, nicht bewahrheitet. Natürlich wurde man in den Kursen gefordert, aber es gab ausreichend Zeit, sich zu erholen und auch mal sämtliche Rechtsphilosophen aus dem Kopf zu verbannen. Der Tagesablauf in der Akademie wurde immer wieder von vielen Highlights unterbrochen, so fand ein Exkursionstag statt, an dem man zwischen verschiedenen Ausflugszielen wählen konnte. An diesem Exkursionstag war ich in der Gruppe, die die Kleinstadt Güstrow besuchte. Außerdem gab es noch einen Rotationstag, an dem jeder Kurs mit einer vorbereiteten Präsentation über seine Inhalte informiert hat. An diesem Tag fand auch ein Quidditch-Turnier statt, bei dem die Kurse gegeneinander spielten. Hier trat auch die AKL (die Akademie- und Kursleitung) mit einem eigenen Team an. Nachdem der Sieger des Turniers feststand, fand am Abend eine Party statt. In der letzten Woche gab es ein öffentliches Konzert mit verschiedenen musikalischen Darbietungen, die während der Akademie unter professioneller Leitung eingeübt wurden.

 

 

Selbst wenn ich noch länger schreiben würde, ich würde der Akademie und dem Aufenthalt nicht gerecht. In diesen 16 Tagen ist so viel passiert, ich konnte so viel lernen und so viele Erfahrungen sammeln, dass es schwierig ist, alles in Worte zu fassen. Bemerkenswert ist auch das starke Gemeinschaftsgefühl, das in dieser kurzen Zeit entstand. Nie hätte ich vor der Akademie gedacht, dass ich einmal so positiv darüber berichten und sich keine meiner Bedenken bewahrheiten würden. Im Gegenteil, die Zeit war viel schöner, als ich es mir vorgestellt hatte.

 

Jetzt habe sogar ich einen dieser positiven Erfahrungsberichte geschrieben, denen ich im Frühjahr noch misstraut hatte. Wer die Möglichkeit zur Kursteilnahme hat, sollte diese unbedingt wahrnehmen, ich kann dazu wirklich nur raten und es jedem empfehlen.

 

Jana Eichmann


 
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