| 27.12.2003 Christian Gerlachs Eltern sind der Basis des Erfolgs |
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Von Jan Kieserg
Elz-Malmeneich. "Ohne den enormen Einsatz meiner Eltern wären meine Erfolge völlig unmöglich." Elisabeth und Dieter Gerlach unterstützen ihren 24-jährigen Sohn Christian, wo sie nur können. Ob Fahrten mit dem Auto oder materielle Unterstützung, der Deutsche Ruder-Meister im Zweier ohne Steuermann vom Limburger Club für Wassersport weiß, wem er zum anstehenden Jahreswechsel zu danken hat.
Ohne die Eltern wäre wohl auch der bislang größte sportliche Erfolg des Christian Gerlach kaum realisierbar gewesen, gewann der Malmeneicher doch bei den Weltmeisterschaften der Ruderer in Mailand vor wenigen Wochen gemeinsam mit seinem Partner Frank Mager die Silbermedaille. Die Erfolge sind mittlerweile bekannt, doch lohnt es sich, auch einmal die private Seite des Christian Gerlach ein wenig zu beleuchten. Die NNP-Sportredaktion hat dies getan.
Gleich drei verschiedene Schulen besuchte der Malmeneicher. "Nach der Grundschule in Elz absolvierte ich zunächst die Realschule an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, ehe ich mein Abitur an der Tilemannschule in Limburg gemacht habe", so Christian Gerlach. Die Frage nach einem der beiden Leistungsfächer erübrigt sich beinahe. "Sport", schießt die Antwort geradezu aus dem Mund des 24-Jährigen, der nebenbei auch noch Mathematik zu seinem schulischen Steckenpferd erkoren hat.
Die nun folgende Zeit bei der Bundeswehr in Diez war für Christian Gerlach zunächst einmal geprägt von einem organisatorischen Fauxpas der Armee, denn eine ihm bereits zugesagte Funktion in der Sportfördergruppe konnte nicht realisiert werden, da zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend Plätze vorhanden waren. "Anschließend aber wurde ich bei wichtigen sportlichen Ereignissen sowie zu meinem täglichen Training stets frei gestellt, da lief die Zusammenarbeit reibungslos", hat der Vize-Weltmeister aber doch ein Lob für seine Vorgesetzen parat.
Es begann die Zeit des Studiums, das der 24-Jährige nach eigenem Bekunden im September des kommenden Jahres an der Sporthochschule in Köln erfolgreich beenden möchte. Sportmanagement und Finanzconsulting heißen die beiden Schlagwörter, die auch wesentliche Bestandteile der momentan zu fertigenden Diplom-Arbeit Christian Gerlachs sind. "Ob es später einmal ein Posten im Bereich des Sportmanagements oder aber etwas in der Wirtschaft wird, das lass ich mal auf mich zukommen", geht der Malmeneicher die Zukunft recht gelassen an.
In Malmeneich befindet sich der Vize-Weltmeister daher nicht mehr allzu häufig. "Die meiste Zeit verbringe ich in meiner Studien-WG in Köln." Dort lernte Christian Gerlach auch seine heutige Freundin Mareen kennen, die laut Gerlach früher selbst einmal als hervorragende Schwimmerin Erfolge feiern durfte und somit ausreichend Verständnis für die ständigen sportlich bedingten Reisen ihres Freundes aufbringt, wie der 24-Jährige glaubhaft versichert.
Im Hause Gerlach aber gibt es nicht nur Christian und seine Eltern, denn auch der zwei Jahre jüngere Bruder Michael lebt in Malmeneich. "Michael liebt aber eher die Musik", so sein Bruder Christian.
Doch zurück zum Ausgangspunkt unserer Geschichte, denn ohne die Eltern wäre es für Christian Gerlach in der Tat schwierig, sein gesamtes Pensum inklusive Studium und Sport abzuwickeln. Zwar erhalten die Athleten Zuwendungen durch die Sporthilfe sowie den Verband, doch müssen die potenziellen Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr in Athen auch einen Teil selbst zusteuern. Hinzu kommen die teilweise recht umfangreichen Fahrten zu den Trainingseinheiten.
Ein Sponsor hat sich mittlerweile dazu bereit erklärt, dem Vize-Weltmeister ein Fahrzeug für dessen Reisen zur Verfügung zu stellen, doch wären weitere materielle Mittel natürlich sehr erwünscht, denn der Malmeneicher hat sportlich gesehen nur ein großes Ziel: die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen 2004 . . .



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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