| 22.12.2003 Schüler helfen Kindern in der Dritten Welt |
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Hadamar. Ihren Religionsunterricht gestalteten die 32 Schülerinnen und Schüler der 6eG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule einmal anders. Sie hatten zum Thema das Wort "Gerechtigkeit". In einer Diskussion kamen sie zu dem Ergebnis, dass es wenig Gerechtigkeit gibt und dass an den meisten Dingen nichts zu ändern ist. Doch an dem Wenigen, was noch veränderbar ist, daran wollten die Schülerinnen und Schüler mitwirken. Sie starten eine Sammelaktion, um mit dem gesammelten Geld mehrere Aktionen in der Welt direkt zu unterstützen. Unter der Federführung ihres Religionslehrers Dr. Ulrich Möbs wurden alle Klassen in der Fürst-Johann-Ludwig-Schule mit den Sammelbüchsen besucht. Am letzten Schultag vor den Ferien wurde nun gesammelt und das Geld gezählt. Am Ende hatten die Jugendlichen mehr als 1250 Euro zusammen bekommen. Schon Tage vorher wurde sich Gedanken gemacht, was mit dem Geld passieren soll. Man kam zu dem Entschluss, ein Kinder- und Jugendprojekt in Tansania, für ein Krankenhaus in Ghana und für Waisenkinder in den brasilianischen Favellas zu unterstützen. In dem genannten Krankenhaus, dem St. Martin de Porres Hospital in der Nähe der Stadt Eikwe, werden von zwei Ärzten und einigen Schwestern vor allem aidskranke Kinder behandelt und Notoperationen durchgeführt. Die normale Stromversorgung funktioniert nur manchmal. Daher benötigt das Hospital ein neues Notstromaggregat. Auch die Wasserversorgung muss dringend repariert werden. Das Projekt in Tansania kümmert sich um Straßenkinder, meist Waisen, die mehr oder weniger im Mülle leben müssen. Weil sie durch dieses Projekt eine Unterkunft, die Möglichkeit des Schulabschlusses und einer Ausbildung haben, haben sie wenigstens eine kleine Chance positiv in die Zukunft zu schauen. Auch die Kinder in den brasilianischen Favellas leben in den Großstädten auf dem Müll in Wellblech- oder Papphütten. (kdh)


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Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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