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06.11.2003 Schüler trainieren Demokratie

 

Hadamar. Um möglichst die Interessen aller Schülerinnen und Schüler an der Fürst-Johann-Ludwig zu vertreten, wurde nun das Modellprojekt "Demokratie-Training" gestartet. Die Schule zählt mit rund 2000 Schülerinnen und Schülern zu den größten Schulen im Landkreis. Von der Schülervertretung (SV) werden oft nur die Interessen der Oberstufenschüler vertreten, wie es häufig auch an anderen Schulen geschieht. Jüngere Schülerinnen und Schüler, Vertreter der Real- und Hauptschule sowie von anderen Nationalitäten sind selten beteiligt. Das soll sich jetzt ändern.

 

Durch das "Demokratie-Training" werden die SV-Mitglieder im Rede-, Team- und Moderationstraining für ihre Arbeit qualifiziert, um die Grundlage für eine funktionierende Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler zu schaffen. "Wünschenswert ist die Beteiligung aus den verschiedenen Zweigen, verschiedener Nationalitäten, beider Geschlechter und vor allem der jüngeren Jahrgangsstufen, um eine Vertretung der Interessen aller zu gewährleisten", so Jugenddezernent Manfred Michel. Begleitet wird das Demokratie-Training für ein Schuljahr von Julia Weigand und Pia Stöckl vom Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg im Rahmen des Programms "Partizipationsleasing". Auf Seiten der Schule sind Werner Wittayer (Pädagogischer Leiter) und die Verbindungslehrer Thomas Höhenberger, Martina Felgentreff und Theresia Magenheim Ansprechpartner.

 

Schule als Lebensraum nimmt heute vor dem Hintergrund der strukturellen Veränderungen von Familie für Jugendliche einen wichtigen Stellenwert ein. Einen Großteil ihrer Zeit verbringen Jugendliche in der Schule, die nicht nur eine Institution der Wissensvermittlung ist, sondern eine "Gesellschaft im Kleinen" mit demokratischen Regeln und Gremien. Soziales Lernen, die Entwicklung eines gemein verträglichen Sozialverhaltens und die Einübung demokratischer Verhaltensweisen sind Aufgaben, die nicht direkt auf dem Lehrplan stehen. Dabei ist die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Lernfeld für die Aneignung von Schlüsselqualifikationen. Schülerinnen und Schüler lernen wie man trotz unterschiedlicher Meinungen zu einer gemeinsamen Entscheidung findet, wie demokratische Prozesse ablaufen und wie man einmal gefasste Beschlüsse verantwortlich trägt. Partizipation ist in diesem Sinne kein Beiwerk. Sie hat zum Ziel, als "Kultur" gelebt zu werden und Jugendlichen die Möglichkeit einzuräumen, mit ihren Bedürfnissen und Interessen den Lebensort Schule aktiv und mitverantwortlich mitbestimmen zu können. Infos: Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg Schiede 43 65549 Limburg Tel.: 06431/ 296 118 E-Mail: jbw@limburg-weilburg.de (nnp)

 




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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