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Als sich im Februar 1973 unter Leitung von Dr. Friedemann Mossler drei Trompeten, zwei Posaunen, ein Saxophon sowie die Rhythmusgruppe mit Klavier, akustischem Kontrabaß und Schlagzeug trafen, ahnte niemand, daß damit ein musikalisches Aushängeschild der Fürst-Johann-Ludwig-Schule ins Leben gerufen war. Ursprünglich als reiner Pausengag zur Unterhaltung der Schüler gedacht, wurde die Gruppe bald schon zur festen Einrichtung und bildete die Basis der Big Band. Wenn die Formation heute aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken ist, so haben dazu neben den alljährlichen »Sing and Swing«-Abenden auch die privaten Sessions u. a. im Rahmen der Limburger Kreuzwoche, bei Konzerten im Weilburger Schloßgarten, im Bad Camberger Kurpark und beim Limburger Sommertreff beigetragen.
Die Liste der ehemaligen Big-Band-Solisten ist mit Namen gespickt, die in der regionalen Musikszene durchaus als klangvoll zu gelten haben. Aus den siebziger Jahren gehören dazu Stefan Menges und Paul Pfeiffer (Saxophon), Thomas Henninger (Trompete) oder Thomas Friedrich (Klavier). In den letzten Jahren machten als Protagonisten auf sich aufmerksam: Katja Klinger am Klavier, Achim Hannappel an der Posaune, Walter Born mit Trompete und am Klavier sowie Holger Fröhlich am Saxophon. Die beiden Letztgenannten haben nach Ansicht von Fachleuten sogar das Talent, im Jazz auch überregionale Bedeutung zu erlangen.
Von Beginn an freilich lag der Schwerpunkt der Arbeit mit der Big Band auf dem Ensemble als Ganzem, denn nur in einem eingespielten Klangkörper vermag der herausragende Solist zu glänzen. Die anfangs bestehende Befürchtung, daß die Band künstlerisch ausbluten könnte durch die jährlichen Abgänge der ältesten und damit erfahrensten Instrumentalisten, erwies sich erfreulicherweise als unbegründet. Die Big Band der Schule hat in den letzten Jahren nicht nur die Abgänge ausgleichen, sondern sogar zusätzliche Mitglieder gewinnen können. Mit der zahlenmäßigen Erweiterung einher ging eine stetige Verbesserung der Qualität, so daß zunehmend auch schwierig zu spielende Arrangements angegangen werden konnten und können. Das letzte Sing and Swing«-Konzert stellte dies eindrucksvoll unter Beweis. Der fachkundige Teil des Publikums äußerte wiederholt sein Erstaunen über die ungewöhnlichen Fähigkeiten der Schul-Big-Band. Es bleibt zu hoffen, daß in Zukunft in den unteren Klassen stets genügend instrumentaler Nachwuchs heranreift, der auch die erforderlichen Instrumente spielt, die für diesen ausgezeichneten Klangkörper in Frage kommen. Ihn weiter im Ensemble zum Klingen zu bringen dürfte das kleinste Problem sein.
(Alfred Klinger, Oktober 1997) 
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