| 08.07.2004 Musik zielt Zuhörern ins Herz |
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Hadamar. Wenn Musik wirkt, also in einen hinein geht, dann ist ihr Sinn erfüllt. Dann haben die Musikmacher eine großartige Leistung abgegeben. In diesem Fall waren es Schülerinnen und Schüler der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule, die während des Sommerkonzertes in der Aula nicht nur die unzähligen Angehörigen, sondern auch Schulleiter Peter Laux, den musikalischen Leiter der Domsingknaben, Dr. Klaus Knubben nebst weiteren Ehrengästen bis aufs Äußerste beeindruckten. Zwischenapplaus, lang anhaltender Beifall, der ins rhythmische Klatschen überging, Zugabeforderungen – alles gleich mehrfach in diesem eineinhalbstündigen Konzert. Für den erkrankten Christoph Ries sprang in der Technik in nichts nachstehend Oberstufenschüler Stefan Schult ein. Der Streicherkurs der fünften Klassen unter Leitung von Stephan Schrödter und Katharina Schmitt machte mit den recht kurzen Stücken «Open String Samba" und «Bow Rock" den Anfang. Sehr konzentriert und mit viel Gefühl strichen die zehn Kinder die Bögen. Das Ergebnis: Wunderschöne, fröhliche Musik mit Pep. Die Bühne wurde voller, als das Vororchester (Stephan Schrödter) antrat. Mitreißend und ausdrucksstark, mit exzellentem Zusammenspiel erklangen «Rambutan" und «Big Rock Candy Mountain". Schön die gleichmäßige Percussion-Begleitung. Rote Bäckchen vor lauter Hingabe sah man im anschließenden Großen Orchester, in dem Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen Vivaldis «Vier Jahreszeiten" so glänzend wiedergaben, dass die Zuhörer die Frühlingswinde bis hin zur klirrenden Kälte fühlten, ohne im Programm Vivaldis Worte dazu lesen zu müssen. Diese von Stephan Schrödter auf dieses Orchester zugeschnittene Version mit seinen Paukenschlägen forderte von den Musikalisten alles: Diverse Soli, zupfende Violinisten und Cellisten, wechselnde Einsätze, starke Akzentuierung. Eindringlich bis ins Knochenmark. Das war Klassik, wie sie sein sollte. Big Band-Sound hallte mit «Spanish Brass" der «Mini Band" bis weit in den Schulgang hinein. Schon allein mit sechs Querflöten und ebenso vielen Saxophonen wartete diese große Combo aus Kindern der fünften und sechsten Klasse (mit Unterstützung eines Oberstufenschülers) unter Leitung von Alfred Klinger auf. Das «Mission Impossible" - Thema wurde grandios herausgearbeitet. Auch hier hatten Saxophon und Schlagzeug ihren großen Auftritt. Kurz und zackig dann «Yellow Submarine". Bewundernswert, wie ruhig und sicher auch die Jüngsten den vollen Klang erzeugten. Die 1973 unter Dr. Friedemann Mossler ins Leben gerufene «Big Band" war damals eigentlich nur als Pausen-Gag zur Unterhaltung der Schüler gedacht. Tja, so starteten, wie man weiß, schon viele Karrieren. Der Erfolg zwang zum Weitermachen, und auch der heutige Bandleader, Alfred Klinger, hat ein Faible für Stücke, die Füße wippen lassen. «One note Samba", «It don`t mean a thing", «When the Saints" und ebenfalls das «Mission Impossible Theme" hießen die Arrangements. Auch hier bestachen Soli, erstklassiger Groove, die Harmonie im Zusammenspiel. Satter Sound, Tempo, starke Ausdruckskraft und großes Können machen diese Band aus. Vor Ende der letzten Zugabe ging niemand der Zuhörer. (bwe)


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Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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