| 09.07.2004 Souveräner Richter starb mit 51 Jahren |
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Von Bernd Bude
Limburg. Er war einer der liebenswertesten und auch einer der kompetentesten Richter am Limburger Landgericht: Der Vorsitzende der 4. kleinen Strafkammer, Heinrich Wilkens, ist im Alter von nur 51 Jahren verstorben.
Der Mann mit dem lichten Haar strahlte Souveränität aus. Er war lange Zeit bei dem ehemaligen stellvertretenden Landgerichts-Präsidenten Hans Herzog und gemeinsam mit der heute als Vorsitzenden fungierenden Karin Walter Beisitzer in der 2. Schwurgerichtskammer am Limburger Landgericht und hatte in seiner Eigenschaft als Richter gerade in dieser Kammer über schwer wiegende Schicksale zu entscheiden, die beispielsweise eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeuten.
Wilkens war ein zugänglicher Mensch. Ein Mensch, den man einfach gern haben musste. Er sprach nicht um den heißen Brei herum, sondern Klartext .
Heinrich Wilkens wurde in Ahlbach geboren und hat nach seinem Abitur an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar und dem Studium der Rechtswissenschaften in Gießen glänzende Examina hingelegt. Am 1. Oktober 1985 wurde er beim Amtsgericht Hadamar zum Richter auf Lebenszeit ernannt. 1990 wechselte er zum Landgericht nach Limburg. Hier wurde er von seinen Kollegen zum Richterrat und in das Präsidium gewählt. Einige Zeit war er als Pressesprecher tätig. Schließlich bewährte er sich unter anderem als Leiter von Referendar-Arbeitsgemeinschaften.
Nachdem er sich bei einer Abordnung zum Oberlandesgericht in Frankfurt von August 1994 bis Februar 1995 bewährt hatte, folgte im März 1997 die Beförderung zum Vorsitzenden Richter am Landgericht. Der Richter , der mit viel Ironie manchmal sowohl die Anklagevertreter als auch die Verteidiger und Mandanten verblüffte, bleibt im Herzen vieler Mitarbeiter des Land- und Amtsgerichts lebendig. Sein Leiden während der letzten Monate hat er nicht verdient.



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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