| 10.07.2004 Auf Traumabi soll der Traumjob folgen Angélique hält sich Zukunftswege noch offen |
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Hadamar. «Ohne Fleiß kein Preis» lautet eine Devise von Angélique Horner. Während dieser Satz für viele zu einer reinen Floskel verkommen ist, nimmt sie ihn durchaus ernst und hat es damit geschafft, ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 zu bestehen.
Ihre Hochschulreife hat sie gerade an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar abgelegt. Dabei hat sie vor allem für Sprachen ein Händchen. Englisch und Französisch waren ihre Leistungskurse. Ihre anderen Abiturprüfungen hat sie in Geschichte und Chemie absolviert. Doch die französische Sprache hat es ihr besonders angetan, was auch nicht weiter verwundert. Denn ihre Mutter ist Französin. Daher ist Angélique auch bilingual aufwachsen, und noch heute wird im Hause Horner sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch geplaudert. Da war es dann auch nicht schwer, den Appolinaire-Preis der Robert-Bosch-Stiftung für die besten Leistungen im Fach Französisch zu bekommen.
Angélique sagt von sich selbst, während der Schulzeit viel gelernt zu haben. Sie bezeichnet sich als ehrgeizig und fleißig, und auch ihre Freundinnen stimmen ihr darin zu. Wenn man sie allerdings nach ihren Zukunftsplänen fragt, wird die selbstbewusste junge Frau eher zurückhaltend. Denn was sie machen will, weiß sie noch nicht so genau. Bisher wollte sie immer Lehrerin werden, doch ist sie sich da nicht mehr so sicher. Auch Jura und Betriebswirtschaft sind jetzt ein Thema geworden. Aber egal, was sie machen will, auf jeden Fall soll es irgendwie mit Französisch zu tun haben und damit kombiniert werden. In zehn Jahren sieht sich daher entweder als Lehrerin oder in einem internationalen Konzern – und da irgendwo ganz oben.
Auf der Suche nach der richtigen Uni
Angélique tingelt gerade von Uni zu Uni und besucht Vorlesungen, um bald zu wissen, was sie mit ihren Talenten vorhat. Doch natürlich braucht der Mensch auch Abwechslung vom Lernen. In ihrer Freizeit besucht Angélique vornehmlich das Fitness-Studio, um ihre hübsche Figur zu halten und in Form zu bleiben. Daneben gibt sie noch Nachhilfe. In den Fächern Französisch, Englisch, Deutsch und Mathe vermittelt sie ihr Wissen anderen. Außerdem liebt Angélique es, zu reisen. Dabei steht auf der Länderliste natürlich Frankreich ganz oben. Drei bis vier Mal pro Jahr reist die dorthin. Ihre Verwandtschaft lebt dort in Lyon. Ein Traumland, das sie besuchen möchte, ist darüber hinaus noch Australien. «Da möchte ich auf jeden Fall noch hin», sagt sie.
Daneben liest Angélique noch gerne. Sie legt sich aber nicht fest, welche Bücher. «Da gibt es nichts Spezielles, was ich lese», sagt sie. Aber die Zeitschrift «Stern» blättert sie schon ganz gerne mal durch. Außerdem ist da auch noch Angeliqués Freund, dem sie ein wenig Zeit widmen muss. Zurzeit aber eher weniger, weil er bei der Bundeswehr in Rennerod seinen Grundwehrdienst ableistet.
Ein anderes Motto von Angélique ist außerdem noch: «Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.» Da in das Abitur natürlich auch Arbeit investiert wurde, feiert Angélique jetzt auch «ein wenig». Vielleicht so lange, bis sie bei Peugeot anfängt, wo sie sich beworben hat, um in einem Callcenter zu arbeiten. Peugeot suche nämlich derzeit Leute, die sowohl Deutsch als auch Französisch können, erklärt sie. Dort will sie ein wenig Geld verdienen, bis sie mit dem Studium anfängt. Vielleicht kann sie diesen Job aber auch noch einmal bei Fiat machen. Denn Italienisch möchte sie auch noch lernen. (aj)



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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