| 14.07.2004 Schüler müssen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten finden |
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Hadamar. «Beides wird für eure Zukunft wichtig sein: das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Bereitschaft zu hartem Arbeiten einerseits und die Geborgenheit bei eurer Familie und euren Freunden andererseits.» Diese Worte gab Schulleiter Peter Laux den Abgängern der Haupt- und Realschule mit auf ihren Weg. 183 Schüler wurden am vergangenen Freitag in der Turnhalle der Fürst-Johann-Ludwig-Schule entlassen. 134 von ihnen haben einen Realschulabschluss, 49 einen Hauptschulabschluss. Für viele, so Laux, werde dies aber nur einen Zwischenschritt in ihrer Schullaufbahn darstellen, da sie auch in Zukunft die Schulbank drücken würden, in Berufsschulen oder anderen weiterführenden Einrichtungen. Er versuchte, denen Mut zu machen, die bislang keine Ausbildungsstelle bekommen haben. Er selbst, erzählte Laux, habe bei 39 Bewerbungen eine einzige Zusage erhalten.
Der Schulsprecher der Fürst-Johann-Ludwig-Schule, David Engelhardt, schlug in seiner Rede einen ähnlichen Ton an. Er appellierte daran, nicht die Zeit vor dem Fernseher zu vergeuden, sondern viel eher sinnvollen Tätigkeiten nachzugehen. Zum einen sei dies auch erfüllend, und zum anderen zeige dies auch einem möglichen Arbeitgeber, dass man engagiert sei.
Unterschiedlich beurteilten die beiden Redner aber die Abschlusstests, die die Abgänger zu absolvieren hatten. Während Laux sie für eine «gute Sache» hält, da sie den Schülern gezeigt hätten, was sie alles erreichen könnten, warnte Engelhardt vor Kontrollwut und einer Mentalität, die die Abschlussprüfung überbewerte und dabei die gesamte vorhergehende Schulzeit in den Hintergrund dränge. Alle Schulabgänger hatten mündliche Prüfungen oder mussten Präsentation vorstellen. Sie konnten sich aber im Gegensatz zu den kommenden Schülergenerationen aussuchen, ob sie diese werten lassen wollten.
Die Schüler Jana Horz, Richard Grohganz und Siyar Mansur dankten in ihren Reden den Lehrern. Man blicke jetzt, wo die Schulzeit erstmal vorüber sei, der Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen. Auch die Mitschüler wurden für die Kameradschaft mit Dank bedacht.
Die Vorsitzende des Schulelternbeirates, Barbara Sondermann, ehrte die Klassenbesten der Schulabgänger. Aus dem Hauptschulbereich erhielten Anja Zakarian-Khoongi für einen Notendurchschnitt von 1,7 sowie Johannes Muth (1,8) und Dayan Schrankel (1,9) Büchergutscheine. Auch Franziska Geis (1,5), Karina Magroun (1,6), Philipp Schmidt (1,6), Myriam Simon (1,6) Tamara Ghiglieri (1,6), Thomas Stöber (1,7), Angelina Löbach (1,8), Felix Martin (1,9) Marcus Rohr (2,0), Anna-Karina Schmidt (2,0) und Florian Stupinsky (2,0) aus dem Realschulzweig sind geehrt und mit Preisen bedacht worden. Einen Sonderpreis gab es für René Dornbusch, der sich, so Laux, besonders um die Schule verdient gemacht habe, insbesondere für die Organisation der Medienausleihe. Auch Sabrina Braun, die diese mit ihm organisierte, wurde dafür geehrt.
Am Ende der Verabschiedung sang der Schülerchor «Fürsten-Teenies» das Lied «Freiheit» von Marius Müller-Westernhagen, und die Schulabgänger sind sodann in die selbige entlassen worden. (aj)



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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