| Ein Tag auf der Ehrenburg |
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Fotos: Klaus Schmidt, Texte: Klasse 5bR
Am 17. Juni 2004 besuchten wir, die Klasse 5bR, zusammen mit unserer Parallelklasse die Ehrenburg. Diese Burg liegt ziemlich versteckt im Wald in der Nähe von Brodenbach zwischen Mosel und Rhein. Wir haben diese Burg nicht nur einfach besichtigt, sondern einen ganzen Tag am Leben auf einer mittelalterlichen Burg teilgenommen. 

Als wir an der Ehrenburg ankamen, mussten wir noch ein Stück bis zum Eingang laufen. 

Der Türmer Walter öffnete uns die Tür und wir versammelten uns im Innenhof. 

Dort verkündete die Burgherrin, Frau Godelint, was an diesem Tag alles auf uns zukommen würde. In vielen verschiedenen Wettspielen „kämpften“ wir gegen die anderen Gruppen, die an diesem Tag ebenfalls die Ehrenburg besuchten.
Jede Gruppe bekam eine eigene Fahne; wir waren von jetzt an die Gruppe der „Falken“.


Zusammen mit einer anderen Gruppe gingen wir zunächst mit dem Knappen Dietmar zu einem Katapult. Dort ging es darum, Wasserballons mit dem Katapult abzuschießen und diese Wasserballons so zu fangen, dass sie nicht zerplatzten.
Eine Gruppe schoss die Wasserballons ab, die andere Gruppe musste versuchen, die Ballons zu fangen.
Wir bildeten einen Kreis und hielten die Jacke von einer Mitschülerin fest, weil wir mit der Jacke die Wasserballons besser fangen konnten. Leider ging das nicht immer gut und einige von uns wurden ganz schön nass. Mit unserem Schlachtruf ,,Falken vor, noch ein Tor!“ schafften wir es dennoch, etliche Punkte bei diesem Spiel zu erreichen.


Nach dem Katapultspiel führte uns der Knappe Dietmar zu einer Art Schwebebalken. Aus den beiden Gruppen musste jeweils einer auf den Balken und versuchen, seinen Gegner durch Schläge mit einem Sandsack auf die Knie herunterzustoßen. 

Bei unserer zweiten Station in der Burg führte uns Bruder Quirin in einen nur durch Kerzen erhellten Raum, das Skriptorium. Hier schrieben wir - wie die Leute früher - mit Gänsefedern und Tusche. Bruder Quirin zeigte uns die alte Schrift und wir versuchten, in dieser Schrift eine Geschichte oder einen Witz aufzuschreiben. Das war gar nicht so einfach und wir mussten uns sehr konzentrieren. 

Da im Skriptorium nur die Hälfte unserer Gruppe Platz hatte, gingen die anderen inzwischen zu Hildebrand, dem Schmied. Hildebrand zeigte uns, wie man ein Holzkohlenfeuer mit Hilfe eines Blasebalges anfacht und ein Eisenteil darin zum Glühen bringt. Anschließend half er uns dabei, aus dem glühenden Eisen einen Nagel zu schmieden. 

Als nächstes stand eine Burgbesichtigung mit Frau Godelint an. Sie zeigte uns die drei Tore, die die Burg vor Feinden und wilden Tieren schützen sollten. Heute gibt es nur noch zwei Tore, weil Feinde das eine Tor zerstört haben.
Von einem der beiden Türme, die wir während der Besichtigung bestiegen, hatten wir einen tollen Ausblick über das ganze Land.


Die Kussnische: Paare, die sich hier küssen - so sagt man - bleiben sich ihr Leben lang treu.
Nach der Burgbesichtigung bekamen wir einen Fragebogen, auf dem viele Fragen zur Ehrenburg beantwortet werden mussten. Natürlich holten wir dabei wieder viele Punkte für unsere Gruppe.


Bei einem gemeinsamen Mittagessen stärkten wir uns für die restlichen Aufgaben, die noch auf uns warteten. 

Ein Ritter zeigte uns, wie man mit Pfeil und Bogen umgeht, und dann durfte jeder auf eine Zielscheibe schießen. Wer traf, holte damit wieder Punkte für die „Falken“. 

Nach dem Schießen begann die Schatzsuche. In kleinen Gruppen wurden wir mit einem Aufgabenblatt losgeschickt, um auf der ganzen Burg nach versteckten Wörtern zu suchen. Auf den Zetteln gab es zwar Hinweise zu den Wörtern, aber manche Wörter waren so gut versteckt, dass man sie kaum finden konnte. Nach ca. einer halben Stunde hatten wir aber alle die Lösung gefunden; alle gefundenen Wörter ergaben zusammen ein Gedicht. 

Nach der spannenden Schatzsuche durften wir uns ein bisschen ausruhen. Dann kam der große Augenblick: Die Burgherrin und der Burgkaplan verkündeten, wer an diesem Tag das Spiel gewonnen hatte. Die „Falken“ - also wir - hatten den ersten Platz erspielt und wir jubelten laut vor Freude. 

Als Preis bekamen wir das „Goldene Horn“ überreicht. Das Horn war mit Apfelsaft gefüllt und jeder durfte daraus seinen Siegerschluck nehmen. 
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