| Fünftklässler der FJLS an Kölner Hochschulen |
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Mit elf, zwölf Jahren im besten Unialter? Die 5 eG der FJLS wollte sich auf Einladung des Geografischen Instituts der Universität zu Köln davon überzeugen, ob Wissenschaftler Fragen beantworten können, die Kinder stellen und ob wissenschaftliche Forschungsgebiete so dargestellt werden können, dass Kinder diese auch verstehen können.
Im Zuge des gemeinsamen Projekts „Kinder-Universität“ hatten der Kölner Geomorphologe Prof. Dr. Frank Schäbitz und der Klassenlehrer der 5 eG, Hans-Dieter te Poel, im traditionsreichen Rundgebäude der Geografischen Instituts der Universität zu Köln einen Vormittags mit Wissenschaft zum Fragen stellen und verstehen gemeinsam geplant und durchgeführt. Trotz eines prall gefüllten Terminkalenders standen den gut vorbereiteten Hadamarer Fünftklässlern Kölner Wissenschaftler zur Verfügung. Und das ganz ohne Honorar. Unter der Leitung von Prof. Schäbitz führte der Spezialist für Satellitenbilder, Dr. Bolten, in die Arbeit mit dem neuesten Forschungsinstrumentarium der „satellitengestützten Kartografie“ ein. Die Schülerinnen und Schüler der FJLS konnten sogar ihre Schule direkt über Satellit „anschauen“. Das Erstaunen der Kinder war groß. Die anschauliche Darbietung der hoch komplexen Materie durch Herrn Dr. Bolten zog viele Fragen nach sich, so dass sich hieraus eine lebhafte Diskussion über die Anwendung dieser Forschungsmethode entwickelte.
In einer weiteren Veranstaltung berichtete Herr Dr. Thönissen über die Arbeit der Geografen im Labor. Als Laborleiter des Geografischen Instituts konnte er den Kinder darstellen, wie man den Verschmutzungsgrad von Bäumen misst und welche Rückschlüsse man hieraus auf die Lebensbedingungen für Mensch und Tier in städtischen Regionen ziehen kann. Gemeinsam analysierte der Wissenschaftler mit den Kindern der FJLS die Oberflächenbeschaffenheiten zahlreichen Pflanzen und leitete hieraus den Nutzen für den Menschen ab. Die wissbegierigen Kinder der FJLS hörten auch ohne ein Unterhaltungsprogramm aufmerksam zu und waren erstaunlich geduldig. Danach konnten sie Dr. Thönissen Löcher in den Bauch fragen. Hiervon machten sie regen Gebrauch. Die Fragen und Anregungen der Kinder erstreckten sich von der Entwicklung von Lacken für Autos über eine neue „Schutzschicht“ für den umweltgeschädigten Kölner Dom. Fazit der Wissenschaftler: „Wir müssen dieses Projekt der „Kinder-Universität“ unbedingt weiterführen“.
Nach einem „zünftigen Essen“ in der UniMensa Köln ging es dann an die Sporthochschule Köln. Hier stand den Schülerinnen und Schüler der ehemalige Mitschüler und Abiturient Gregor Wagenseil zu Verfügung. „Wir pflegen an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule sehr intensiv unsere Kontakte mit unseren ehemaligen Abiturienten. Die „Fürsten“ sind füreinander dar. Gregor Wagenseil hat an unserer Schule Sport-Abitur gemacht und studiert nun an der Sporthochschule Diplom-Sport mit dem Schwerpunkt Sportmarketing“, so der Projektleiter te Poel. Wagenseil zeigte den Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll die zahlreichen Sport-Leistungszentren im Fußball, Schwimmen, Turnen, Judo und Trampolin, die größte Sport-Fachbibliothek Deutschlands und das Zentrum für Musik und Tanz. Die Schülerinnen und Schüler der FJLS waren beeindruckt von der Vielfalt und hohen Professionalität an der Deutschen Sporthochschule Köln. Leider musste das eigene Sporttreiben auf der „Jahnwiese“ in Köln ausfallen. Der Wettergott hatte alle Regen-Pforten geöffnet, so dass die Badminton-Schläger, Frisbees, Speedball- und Unihoc-Schläger, Fuß- und Volleybälle und Cricket-Schläger im Bus bleiben mussten. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Referenten, der Klassenlehrer und die beteiligten Eltern waren sich einig: 2005 kommen die „Fürsten“ wieder. Fragen und Ideen gibt es genug!“
Fotos: Diverse 

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