| 20.12.04 Paukenschläge und Engelsstimmen in der Pfarrkirche |
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Von Birgit Weidner
Elz/Hadamar. «Bleiben sie bitte bis zum Ende des Konzerts. Auch andere Kinder, außer den eigenen, machen gute Musik.» Dieser nett gemeinte Appell des Schulleiters der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule, Peter Laux, ging in Richtung Eltern und Angehörige, die in der Elzer Pfarrkirche «St. Johannes der Täufer» (die Hadamarer Stadtkirche ist wegen Dachsanierung geschlossen) auf das Advents- und Weihnachtskonzert ihres Nachwuchses gespannt waren.
Und man muss sagen: Die überwältigende Anzahl an Zuhörern hatte auch am Ende des Konzerts nicht erwähnenswert abgenommen. Das lag aber wohl zum größten Teil auch daran, dass die jungen Musikanten die Elzer Kirche mit festlicher Musik, zarten Engelsstimmen und «christmas-rock» in ein ansprechend klingendes (Vor-) Weihnachtsfest verwandelten.
Zunächst schallte es hoch droben von der Empore. Dorthin hatte sich der Bläserkreis der Musikklasse 6dG (Leitung: Martin Bertram) zurückgezogen, um sehr festlich und tonsicher das Konzert mit «Vom Himmel hoch» und «O du fröhliche» zu beginnen, dem zwei kürzere Stücke des bemerkenswerten Vororchesters mit Singstimmen der Musikklassen 6eG und 7bG (Leitung: Stephan Schrödter) folgten. Da war einmal das getragene «Rigaudon», dann das sehr schön teils auf Violinen gezupfte «Twinkle Star». Sowohl die beiden vorgenannten Stücke als auch die beiden nachfolgenden des Großen Orchesters («Intrada» von Haßler, «Kanon» von Pachelbel) wurden von Stephan Schrödter extra auf seine Orchester umgeschrieben, die somit in einem völlig neuen Klanggewand so etwas wie eine Erstaufführung waren. Es war Eindruck hinterlassend, wie dezent aber durchsetzungsstark beispielsweise die Violinen beim «Kanon» in den Vordergrund traten oder energische Paukenschläge durch die Kirche donnerten. «Zeit für Ruhe, Zeit für Stille» benötigten dann erstmal die Chöre der Klassen 5 und 6, begleitet von Schülern der Musikklassen 6G,8G und 12 (Leitung: Monica Grund und Martin Bertram), ehe andächtig, mit zarten Stimmen, die manchmal an Engelsgesang erinnerten, mit «Maria durch ein Dornwald ging», «Gott wird Mensch», «Macht die Tür zum Herzen weit», «Wer bringt dem Kind das Lachen bei» und «Lieber Gott, schick uns deine Engel» direkt in das Innerste der Besucher gezielt wurde, die dies, wie überhaupt alle Leistungen des Abends, mit starkem Applaus bedachten.
Stimmgewaltig hallten anschließend die vollen Stimmen des Oberstufenchors (Leitung: Christoph Hilfrich) von der Empore, mal mit Albert Martienssens Orgelbegleitung («Myn Lyking», «The First Nowell»), mal ohne («Es ist ein Ros entsprungen», «Singin` Wid A Sword In Ma Han´»). Und wie immer wusste Christopher Schellenberger, was ankommt. Denn er wählte für seine Fürsten-Teenies die homogenen Klassiker aus dem Bereich des Christmas-Rocks aus. Dies waren «Winter Wonderland», «Do They Know», «Jingle Bell Rock» und «Love, how you love me.» Bevor am Ende gemeinsam «Macht hoch die Tür» erklang, stimmte das Blechbläserensemble mit eben jenem Lied und mit «Tochter Zion» auf eine besinnliche Adventszeit ein.



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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