| 16.03.2005 Erinnerungen an das Ende der Kriegszeit |
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Hadamar. Anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung Hadamars lädt die Gedenkstätte Hadamar in Kooperation mit der Stadt Hadamar und der katholischen und evangelischen Gemeinde in Hadamar alle ein, die sich erinnern, etwas erzählen wollen, neugierig darauf sind, was andere zu sagen haben, sich durch Kinder und Jugendliche befragen lassen und Antworten geben wollen.
Hadamar wurde am 26. März 1945 von den Amerikanern befreit. Mit dem Einzug des amerikanischen Militärs hörten die Morde der so genannten «Euthanasie» endlich auf. Im Rahmen der NS-«Euthanasie»-Verbrechen sind fast 15 000 Menschen in Hadamar ermordet worden. Viele Bewohner beschäftigten Zwangsarbeiter aus Polen oder der damaligen Sowjetunion. Manche dieser Kontakte haben die Kriegszeit überstanden. Manchmal konnten Freundschaften entstehen. Auch in Hadamar sind viele Bürger erst spät aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückgekehrt. Auch in Hadamar gibt es in den Familien Geschichten über die Zeit des Krieges oder die Nachkriegszeit, die bis heute erzählt werden. Es gibt auch Familiengeheimnisse, die oftmals erst kurz vor dem Lebensende gelüftet werden.
Mit der Erinnerungsveranstaltung am Sonntag, 20. März, 15 bis 18 Uhr, im Schloss Hadamar sind alle eingeladen, die etwas zu erzählen haben. Kinder und Jugendliche der Fürst-Johann-Ludwig-Schule haben sich seit Wochen auf diesen Tag vorbereitet. Sie haben ihren Familien viele Fragen gestellt und Antworten erhalten, die sie vorstellen werden. Anschließend ist Raum und Zeit für viele weitere Familiengeschichten. Nähere Informationen: Gedenkstätte Hadamar, Mönchberg 8, 65589 Hadamar, (0 64 33) 91 71 72. (bl) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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