| 15.10.2003 Lebendige Erinnerungen an die Schulzeit |
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Hadamar. 21 Schüler hatten im Februar 1953 am Hadamarer Gymnasium Abitur gemacht. Danach wurden sie in alle Winde zerstreut, einen "verschlug" es gar in die USA. Vier Frauen und Männer aus dem Abiturjahrgang 1953 sind inzwischen leider schon verstorben, aber zehn waren am Samstag nach Hadamar gekommen, unter anderem aus Oldenburg und München, um am Treffen der ehemaligen Abiturienten der Fürst-Johann-Ludwig-Schule teilzunehmen. Eine Urkunde und ein Buchpräsent gab es als Dank für die "50-Jährigen" vom Vorsitzenden des Ehemaligenvereins, Dr. Klaus Schmitt, und Schulleiter Peter Laux.
An eine wechselvolle Schullaufbahn erinnern sich die Mitglieder des Abiturjahrgangs 1953, an ihre Einschulung in die Volksschule im Zeichen des Hakenkreuzes, und an wechselnde Schulgebäude. Der Gymnasialunterricht begann im jetzigen St.-Anna-Krankenhaus, unterrichtet wurden die Schüler zeitweilig auch in leer stehenden Holzbaracken der ehemaligen Kleiderfabrik "Rotac" im heutigen Schlosshof vor dem Museum und in den beiden Kinosälen. 1947 bezog das Gymnasium die Räumlichkeiten im Schloss. Zucht und Ordnung herrschte damals in der Schule, es gab keinen Jugendpfleger und keinen Drogenkonsum, erinnert sich Stadtrat Dr. Hubert Wagenbach, der auch zum Abiturjahrgang 1953 zählt.
Besonders bedacht unter den vielen ehemaligen Abiturienten der Schule, die zum Ehemaligen-Treffen gekommen waren, wurde auch der Abiturjahrgang 1978. Die "25-Jährigen", ein geburtenstarker Jahrgang, wurden ebenfalls mit Urkunden und Büchern für ihr Erscheinen belohnt.
Vorsitzender Dr. Schmitt sagte, der Ehemaligenverein freue sich, dass endlich ein neuer Schulleiter die Geschicke der Schule in die Hand nehmen könne. Erstmals seit rund zehn Jahren ist nun nämlich die Schulleitung komplett. Wie stark der Ehemaligenverein der Schule personell, ideell und finanziell verbunden sei, unterstricht Schulleiter Laux. Die Schule sei stolz auf den aktiven Verein. Erstmals seit Anfang der 90er Jahre hat die Schule wieder knapp unter 2000 Schüler, ist aber immer noch die zweitgrößte Gesamtschule Hessens. Laux verwies auch darauf, dass das Schulgebäude dringend renovierungsbedürftige sei.



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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