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26.04.03 PCB: 60 Prozent der Fenster sollen ausgetauscht werden

 

Von Jan Kieserg

 

Hadamar. "Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar besitzt eine geringe PCB-Belastung, die mit normalen Bauerhaltungsmaßnahmen zu beseitigen ist", so Schulleiter Peter Laux im Rahmen eines Besuches der CDU-Kreistagsfraktion mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Manfred Michel an der Spitze. Zu diesem Informationsbesuch in den Räumlichkeiten der Schule hatten sich auch der frühere kommissarische Schulleiter und Kreisausschussmitglied Heinz Valentin sowie der Leiter des Kreisbauamtes, Hartmut Giesendorf, eingefunden. Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule ist momentan die zweitgrößte allgemeinbildende Schule in Hessen mit exakt 2009 Schülern sowie nicht weniger als 135 Lehrkräften.

 

Wie ist nun der PCB-Belastung an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar zu begegnen? "Es gibt zwei Konzepte, die momentan auf ihre Durchführbarkeit geprüft werden", so Peter Laux weiter. Vorgeschlagen wurden eine großflächige Sanierung oder aber die Verhinderung von weiteren Lufteinströmungen, die die PCB-Werte in die Höhe schnellen lassen. Vor allem das zweite Modell stößt bei Schulleitung und Landkreis auf die meiste Gegenliebe, ist diese allerdings noch in der Phase der Erprobung befindliche Variante doch zum einen preisgünstiger und würde zum anderen gewährleisten, dass laut Bauamtsleiter Giesendorf der Schulbetrieb weitgehend frei von Störungen weitergeführt werden könnte. Im Klartext heißt dies, und dies wird vor allem die Mitglieder einer Elterninitiative zu diesem Thema interessieren, dass rund 60 Prozent der Fensteranlagen an der Schule ausgetauscht werden müssten. Die übrigen Fenster waren bereits im Zuge einer früheren Sanierungsmaßnahme ausgewechselt worden und bieten ausreichend Schutz vor PCB. Diese Maßnahme erscheint nach aktuellem Stand der Dinge unumgänglich, so dass die Schulleitung nun auf die Bereitstellung der nötigen finanziellen Mittel durch den Landkreis hofft, der nach Angaben des Ersten Kreisbeigeordneten Manfred Michel jedoch weiterhin mit einer sehr angespannten Finanzlage zu kämpfen hat. Die Pädagogen dürfen jedoch auf die notwendigen Mittel für eine solche Maßnahme hoffen, da frühere Messungen an einigen Stellen PCB-Werte ergeben hatten, die über der vorgeschrieben Grenze gelegen hatten.

 

Weitere Diskussionspunkte beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion waren der Schimmelbefall in einigen Teilen der benachbarten Turnhalle, der jedoch nach Angaben der Schulleitung kurzfristig entfernt worden sei. "Problematisch war in diesem Zusammenhang die mangelnde Lüftung der Halle, die durch gängige Fenster sicher gestellt werden soll. Erste Umbaumaßnahmen wurden im Schulbereich auch bereits vor dem Hintergrund veränderter Brandschutzbestimmungen durchgeführt. "Das ganze hat eine Menge Geld gekostet, denn ist bereits einiges geschehen, nicht immer zur Freude der Schulleitung", so der frühere kommissarische Schulleiter Heinz Valentin zu dieser Thematik. Hartmut Giesendorf betonte in diesem Zusammenhang, dass die Schule vor mehr als 30 Jahren nicht in der Form gebaut worden sei, wie sie vom Bauamt seinerzeit genehmigt wurde. Auch im Bereich des Brandschutzes seien elementare Dinge von der bauausführenden Firma schlicht und ergreifend nicht durchgeführt worden, was aus heutiger Sicht nicht nachzuvollziehen sei, so der Kreisbauamtsleiter weiter. Jedenfalls sei in Hadamar im Bereich des Brandschutzes noch einiges zu tun.

 

Trotz der bestehenden Raumnot, die laut Heinz Valentin derzeit vorherrsche, schlage die Schulleitung jedoch nicht Alarm, sondern lebe mit den Gegebenheiten, da, und dies betonte Manfred Michel abschließend noch einmal, an eine bauliche Erweiterung der Fürst-Johann-Ludwig-Schule zum momentanen Zeitpunkt nicht zu denken sei.

 




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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