| 17.03.03 Lese- und Schreibförderung sind die obersten Ziele |
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Hadamar. Bücher vermitteln Wissen, dienen der Zerstreuung und der Erbauung und sind ein Teil der menschlichen Bildung, betonte Landrat Dr. Manfred Fluck gestern in der Grundschule am Hadamarer Rathaus bei der offiziellen Eröffnung einer Außenstelle des in Wetzlar befindlichen Zentrums für Literatur.
Die Lese- und Schreibförderung der Kinder sei das oberste Ziel der Außenstelle, die vor allem durch die Mitarbeit und die Idee von Markus Weiher entstand, der an den Grundschulen in Hadamar, Limburg und Elz ein Schreibprojekt mit Kindern durchführte. Das Ergebnis wurde in dem Buch "Wer schmust, hat ein reines Herz" festgehalten. Kinder lesen nicht nur, sie schreiben auch gerne, meint Markus Weiher und verweist auf das Ergebnis von rund 250 Seiten in diesem Buch mit Texten von Grundschulkindern.
Die Leiterin der Hadamarer Grundschule, Petra von Zelewski, konnte zur Einweihung der Außenstelle auch weitere Gäste wie Schulamtsdirektorin Geier, Stadtverordnetenvorsteher Heinz Valentin, Vertreter von Elternbeirat, Förderkreis, Hausaufgabenhilfe, Kollegium und des Zentrums für Literatur aus Wetzlar begrüßen. Petra von Zelewski dankte allen für die Unterstützung und vor allem der Lesepatin Georgi für die Spende von 300 Büchern und der Naspa-Stiftung für die Spende von 1000 Euro.
Landrat Fluck gratulierte der Grundschule Hadamar und ihrer engagierten Leiterin für so viel Kreativität und bescheinigte der Schulleiterin einen Vorliebe für die Literatur. Der Kreis Limburg-Weilburg unterhalte auch eine Bibliothek zusammen mit der Stadt Weilburg. Er sei ein Verehrer des Jugendbuch-Autors James Krüss, sagte der Landrat. Krüss lebte zuletzt auf den Kanaren und starb dort 1997. Er habe sich unlängst bei einem Urlaubsaufenthalt auf den Kanaren auf die Suche nach dem Nachlass von Krüss gemacht. Erfreut berichtete der Landrat, er habe rund 1000 Bücher des Nachlasses erhalten und diese seien nun in der Bibliothek des Kreises in Limburg. Der Grundschule dankte der Landrat, weil sie den Wert von Büchern erkannt habe.
Ein Vertreter des Zentrums fürLiteratur in Wetzlar bezeichnete die Leseförderung als unheimlich wichtig, vor allem in einer Grundschule. Das Zentrum für Literatur in Wetzlar, auch zuständig für die Kreise Lahn-Dill und Limburg-Weilburg, beginne mittlerweile auch schon mit der Leseförderung in den Kindergärten. Hadamar sei die erste Außenstelle und zwar eine dynamische, sagte der Redner.
Kinder aus 80 Herkunftsländern
Stadtverordnetenvorsteher Heinz Valentin empfand die Außenstelle für Literatur als eine wichtige Bereicherung für Hadamar. Eine Sprecherin der Hausaufgabenbetreuung an der Hadamarer Grundschule berichtete von Kindern in Hadamar, die aus nicht weniger als 80 Herkunftsländern stammten. Besonders solche Sprachanfänger benötigten unbürokratische Hilfen, zumal viele Eltern ihre Kindern nicht unterstützten.
Schulamtsdirektorin Geier freute sich von Herzen, dass sich so viele Hände für dieses Hadamarer Projekt ausstrecken. Die Schulamtsdirektorin verwies auch gleich auf die andere und größere Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, die sogar einen Beitrag zur Hochbegabten-Förderung im Bereich Literatur/Musik leiste. Ihr Dank galt auch den Sponsoren, die den Betrieb der Außenstelle für Literatur an der Grundschule Hadamar überhaupt erst ermöglichten.
Zu Gast war gestern mit Hannelore Marzi aus Frankfurt auch eine echte Märchenerzählerin, die den Mädchen und Jungen der zweiten und dritten Klassen der Grundschule Märchen vom fremden Nachbarn und von mutigen Mädchen und pfiffigen Jungen erzählte. (bl)



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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