| 28.01.03 Deutschlands jüngster Medizin-Professor |
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Hadamar. Der aus Hadamar stammende David Groneberg (29) (Abitur 1993 FJLS Hadamar) wurde von der Medizinischen Fakultät der Universität Lübeck auf eine W1-Universitätsprofessur für das Fach Infektionen und Immunerkrankungen in der Pneumologie (Lungenheilkunde) berufen. Nachdem er den Ruf auf die Professur angenommen hatte und im Dezember von der Universitätsklinik Charité der Humboldt-Universität in Berlin nach Lübeck wechselte, ist David Groneberg Deutschlands jüngster Medizinprofessor.
Dem Ruf eilten nach der Promotion zum Doktor der Medizin in den Jahren 2001 und 2002 mehrere Wissenschaftspreise der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (Lungenheilkunde), der Deutschen Lungenstiftung und der Deutschen Nierenstiftung sowie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (Kinderinfektionserkrankungen) voraus. Daneben ist Professor Groneberg Autor von über 40 wissenschaftlichen Publikationen sowie über 70 nationalen und internationalen Kongressbeiträgen, die aus Forschungsprojekten an den Universitäten von Gießen, Cambridge, London, Berlin und Ferrara entstanden sind. Die Besetzung der Professur wurde durch die Änderung des Hochschulrahmengesetzes im Jahr 2002 möglich, das die neue Kategorie der W1-Professuren (Juniorprofessuren) vorsieht. In den ersten Jahren werden diese Professuren direkt durch das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft unterstützt.
In seiner neuen Funktion arbeitet Professor Groneberg an den Medizinischen Kliniken der Universität Lübeck und am Forschungszentrum Borstel. Diese Forschungseinrichtung gehört der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm-Leibniz deutscher Forschungseinrichtungen an, dessen Präsident Hans-Olaf Henkel ist, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Das Forschungszentrum, an dem rund 600 Mitarbeiter arbeiten, liegt zwischen Hamburg und Lübeck und beinhaltet neben einer der größten deutschen Kliniken für Lungenheilkunde (Leiter: Prof. Peter Zabel) auch das Nationale Referenzzentrum für Tuberkulose. Neben der Patientenversorgung in den Medizinischen Kliniken des Forschungszentrums und der Universität Lübeck liegen die Arbeitsschwerpunkte Professor Gronebergs in klinischen Studien zur Verbesserung der Therapie von Asthma und Lungeninfektionen sowie in der Erforschung der Grundlagen von Immun- und Infektionserkrankungen. Auch will Professor Groneberg seine Bemühungen um interkulturelle Zusammenarbeit fortsetzen. Nach dem er zusammen mit Professor Fischer von der Humboldt-Universität eine Kooperation zwischen der Charité und einer Universität an der südchinesischen Küste ins Leben gerufen hatte, soll eine Partnerschaft auch zwischen der Universität Lübeck und China ermöglicht werden. Durch den Austausch von Studenten, Wissenschaftlern und Ärzten sollen so die Beziehungen zwischen beiden Ländern gefestigt werden. (bl) 

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Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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