| 01.03.02 Kultusministerin Karin Wolff fördert "musikalische Leuchttürme" |
 |
 |
 |
26 "Schulen mit Schwerpunkt Musik" ab dem Schuljahr 2002/2003
Ab dem nächsten Schuljahr werden 26 Schulen in Hessen (siehe Anhang) das Prädikat "Schule mit Schwerpunkt Musik" tragen. "Mit der Einrichtung dieser musikalischen Leuchttürme werden wir den praxisbezogenen Musikunterricht in der hessischen Schullandschaft gezielt aufwerten", erklärte Kultusministerin Karin Wolff den Hintergrund für ihre Initiative. Der Stellenwert der musikalischen Ausbildung in diesen Schulen werde mit den Prädikaten deutlich akzentuiert, so Wolff. Es sei ihr pädagogisches Anliegen, musikalische Betätigung nach Kräften zu fördern. "Musik kann wesentlich dazu beitragen, das Leben sinnerfüllt zu gestalten. Sie motiviert, beflügelt, begeistert", sagte die Ministerin. Durch den vermittelnden und kommunikativen Charakter der Musik könnten soziale Sensibilität und soziales Miteinander entstehen und wachsen.
"Schulen mit Schwerpunkt Musik" bieten von Klasse 5 bis 10 durchgängig und ohne Lücken mindestens zehn Wochenstunden Musikunterricht an (Gymnasium: 12 Stunden); in der gymnasialen Oberstufe sollte Musik als Leistungskurs angeboten werden. "In der Regel sind dies Schulen, die eine große und langjährige Musiktradition sowie ein erweitertes Angebot im Musikunterricht aufweisen", erläuterte die Ministerin. Die Schulen müssen über eine ausreichend große Sammlung von eigenen Instrumenten oder Leihinstrumenten verfügen, um Ausbildungsmöglichkeiten im Instrumentalunterricht zu gewährleisten. Das Prädikat wird direkt vom Kultusministerium vergeben. "Schulen mit Schwerpunkt Musik" wird eine halbe Lehrerstelle zusätzlich zugewiesen. Schulen, die künftig die Bezeichnung "Schule mit Schwerpunkt Musik" führen wollen, können dies bis zum 15. November beim Kultusministerium beantragen.
Zu den "Schulen mit Schwerpunkt Musik" werden ebenfalls ab kommendem Schuljahr 24 "Schulen mit besonderer musikalischer Förderung" ernannt. Diese bieten in den Klassen 5 bis 10 mindestens acht Wochenstunden Musikunterricht an (Gymnasium: zehn Stunden) und engagieren sich in Arbeitsgemeinschaften oder in Kooperation mit privaten Musikschulen für die musische Bildung. Schülerinnen und Schüler, die in eine musikalische Förderklasse aufgenommen werden, sind verpflichtet, ein Instrument zu erlernen, das zum Klassenmusizieren geeignet ist. Die Bezeichnung "Schule mit besonderer musikalischer Förderung" wird nicht direkt vom Kultusministerium, sondern vom jeweils zuständigen Staatlichen Schulamt vergeben.
Schulen mit Schwerpunkt Musik:
Altes Kurfürstliches Gymnasium Bensheim (Landkreis Bergstraße)
Martin-Luther-Schule Rimbach (Landkreis Bergstraße)
Gymnasium Michelstadt (Odenwaldkreis)
Theodor-Litt-Schule Michelstadt (Odenwaldkreis)
Viktoria-Schule Darmstadt
Musterschule Frankfurt a. M.
Carl-Schurz-Schule Frankfurt a. M.
Wöhlerschule Frankfurt a. M.
Gymnasium Gernsheim (Landkreis Groß-Gerau)
Eichendorfschule Kelkheim (Main-Taunus-Kreis)
Altkönigschule Kronberg (Hochtaunus-Kreis)
Kurt-Schumacher-Schule Karben (Wetteraukreis)
Lindenauschule Hanau (Main-Kinzig-Kreis)
Einhardschule Seligenstadt (Landkreis Offenbach)
Diltheyschule Wiesbaden
Leibnizschule Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Schule Gießen
Liebigschule Gießen
Gesamtschule Gießen-Ost
Kestnerschule Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis)
Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar (Landkreis Limburg-Weilburg)
Tilemannschule Limburg (Landkreis Limburg-Weilburg)
Gymnasium Philippinum Marburg
Alfred-Wegener-Schule Kirchhain (Landkreis Marburg-Biedenkopf)
Theodor-Heuss-Schule Baunatal (Landkreis Kassel)
Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
|