| 13.02.02 Ministerin soll Schulleiterstelle schnell besetzen Hadamar |
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An der Fürst-Johann-Ludwig-Schule herrscht ein „unhaltbarer Zustand“. So schätzt der Elternbeirat der Gesamtschule die derzeitige Lage ein. Außerdem wirft er dem hessischen Kultusministerium „Handlungsunfähigkeit“ vor. Die harschen Worte stehen in einem offenen Brief, den der Schulelternbeirat an Kultusministerin Karin Wolff (CDU) geschickt hat. Grund für das Schreiben ist die Tatsache, dass die Stelle des Leiters der mehr als 2100 Schülerinnen und Schüler umfassenden Schule seit Sommer 1998 nicht besetzt ist. Damals war Lothar Hartmann in den Ruhestand gegangen. Die kommissarische Leitung hat seitdem Heinz Valentin inne. Ursprünglich sollte die Stelle Anfang 1999 besetzt werden. Das Ausschreibungsverfahren war dann aber wegen mehrerer Konkurrentenklagen ins Stocken geraten. Die Stelle musste insgesamt drei Mal ausgeschrieben werden.
Nach Angaben des Schulelternbeirats läuft zur Zeit eine neue gerichtliche Überprüfung. Voraussichtlich werde dadurch die Einsetzung eines Schulleiters erneut für mehrere Monate blockiert. „Wir als Elternvertreter fordern Sie hiermit dringend auf, diese Situation schnellstmöglich zu ändern“, schreiben die Elternvertreter an die Ministerin. Karin Wolff solle sich persönlich in die Stellenbesetzung einschalten. „In der Öffentlichkeit regen sich Ihre politischen Weggefährten über den mangelhaften Bildungsstand unserer Kinder an den Schulen auf, dabei ist Ihre Verwaltung noch nicht einmal in der Lage, die Voraussetzungen für einen normalen Schulbetrieb zu gewährleisten“, heißt es weiter.
Mit ihren Forderung stehen die Eltern nicht alleine. Auch Heinz Valentin und Werner Wittayer, der Pädagogische Leiter der Schule, haben sich nachdrücklich für ein rasches Ende der Vakanz ausgesprochen. Sie tragen die Hauptlast der kommissarischen Leitung und nähern sich dem Pensiosalter. Landrat Dr. Manfred Fluck hatte im vergangenen Sommer die Stellenbesetzung im Sofortvollzug durch das Ministerium gefordert. Geschehen ist seitdem wenig.
Dabei fehlt es offensichtlich nicht an geeigneten Kandidaten. Aus dem Fürst-Johann-Ludwig-Kollegium hat sich Oberstudienrat Peter Laux um die Stelle beworben. Der Personalrat hat sich für Laux ausgesprochen, den auch Heinz Valentin für den geeignetsten Kandidaten hält. Die aussichtsreichste Mitbewerberin ist Studiendirektorin Rita Wagner aus Frankfurt. Ob Rita Wagner für die erneute Aufschiebung des Verfahrens verantwortlich ist oder ob sich ein dritter Bewerber eingeschaltet hat, ist laut Peter Hogrebe, dem Vorsitzenden des Schulelternbeirats, nicht sicher. „Das Kultusministerium hält sich da bedeckt“, sagte er gestern gegenüber der NNP.(vt)



Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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