| 21.12.01 Klassenwettbewerb für Nichtraucher |
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Hadamar. Die Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule ist vom hessischen Kultusministerium als Ort der Auftaktveranstaltung des ersten hessischen Nichtraucher-Klassenwettbewerbes ausgewählt worden. Das Motto: „Rauchfrei ist Klasse, Klasse ist rauchfrei“.
Am ersten Schultag im neuen Jahr startet an mehr als 250 hessischen Schulen dieser erste Nichtraucher-Klassenwettbewerb. Die Schülerinnen und Schüler der rund 560 beteiligten Klassen der Jahrgangsstufen sechs bis acht haben sich freiwillig dazu verpflichtet, ab dem 14.Januar 2002 fünf Monate lang nicht zu rauchen. Die durchhaltenden Klassen werden Mitte Juni mit ansehnlichen Geld- und Sachpreisen belohnt. Ziel des Wettbewerbes ist es, den Zigarettenkonsum in der als besonders gefährdet geltenden Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen zu verringern und so späteren „Raucherkarrieren“ vorzubeugen.
Die hessische Kultusministerin Karin Wolf wird den ersten hessischen Nichtraucher-Wettbewerb am Montag, 14.Januar, um 10.45 Uhr in der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule mit einem „Zigarettenbox-Domino-Spektakel“ eröffnen. Rund 2000 Domino-Zigaretten-Steine (Eine Domino-Schachtel steht für zehn reale Zigaretten-Schachteln) sollen mit dem Anstoß und dem Fall vor den Augen der Schüler die Suchtwirkung von Nikotin-Abhängigkeit sinnlich begreifbar machen. Ein Raucherleben sei wie der unaufhaltsame Fall einer Domino-Schlange.
Die Hadamarer Gesamtschule wurde für die Auftaktveranstaltung gewählt, weil dort der Landesbeauftragte für den Nichtraucher-Klassenwettbewerb, Studienrat Hubert Hecker, im vergangenen Schuljahr ein entsprechendes Pilotprojekt ins Leben gerufen und mit Erfolg praktiziert hatte.
Wie die Ehrlichkeit der Schülerinnen und Schüler bei einer solchen Nichtraucher-Aktion einzuschätzen ist, das zeigten die Erfahrungen beim vorjährigen Pilotprojekt in Hadamar. Wie Hubert Hecker herausfand, haben sich die rauchenden Schüler oder „unehrlichen Kreuzchenmacher“ oft selbst verraten oder andere Klassenkameraden haben auf sie hingewiesen. Bei einem weiteren Verdacht des Klassenlehrers wurde nach der Hälfte der Zeit eine „Revisionsstunde“ empfohlen, in der die betreffende Lehrperson auf die Bedeutung und Folgen der (Un-) Ehrlichkeit hinwies. Es sei nicht gut, als Jugendlicher zu rauchen, aber es sei eine Schande, sich mit falschen Angaben einen Platz zu erschleichen.
Schließlich hätten die Schulen auch die Möglichkeit, mit einem so genannten Rauchanalysator unangemeldet die Angaben zu überprüfen. Mit diesem Gerät könne der vom Rauchen verursachte Kohlenmonoxidgehalt in der Atemluft bis zu 24 Stunden nach der letzten Zigarette nachgewiesen werden. (bl) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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