| 09.07.2005 Elternbeirat mahnt Entscheidung an |
 |
 |
 |
Hadamar. Vor der Kreistagssitzung am gestrigen Freitag in Weilmünster haben Eltern von Kindern der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar erneut auf dringenden Erweiterungs- und Sanierungsbedarf der Schule hingewiesen. Von den Abgeordneten des Kreistages Limburg-Weilburg haben sie eine sofortige Entscheidung über die Sanierung des Schulgebäudes verlangt.
Zumindest erreichten sie einen Teilerfolg: Die Hadamarer Schule steht neben drei weiteren Schulprojekten auf der Liste des Kreises zur Ausführung von dringend erforderlichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Gesamtwert von rund 25 Millionen Euro. Diese müssen allerdings wegen der Überschreitung der Nettoneuverschuldungsgrenze vom Regierungspräsident erst noch genehmigt werden.
Wie der Vorstand des Schulelternbeirates gestern darlegte, sind seit Herbst 2003 keine Sanierungsmaßnahmen mehr vorgenommen worden. Der Verwaltungstrakt gleiche seit dieser Zeit einer Baustelle. Mehrere Räume zur Unterrichtsvorbereitung seien nicht mehr benutzbar. Der Schulelternbeirat wies zudem daraufhin, dass die Sanierungsschwerpunkte im Bereich des Brandschutzes, der Heizung und Lüftung, der naturwissenschaftlichen Räume und der sanitären Einrichtungen, der Betonsanierung sowie der PCB-Belastung seit Jahren bekannt seien. Zudem sei mehr als 30 Jahre nach Bau des Gebäudes die technische Ausstattung veraltet.
Nachdem in den vergangenen Monaten die Fraktionen die Schule besichtigt hätten, lägen inzwischen verschiedene Konzepte zur Sanierung und Erweiterung des Gebäudes vor. Die Elternvertreter forderten die Abgeordneten auf, sich für eines dieser Konzepte oder für einen Kompromiss zwischen den vorhandenen Konzeptionen zu entscheiden.
Viele Elterninitiativen zur Gestaltung des Schulgebäudes könnten wegen der unklaren politischen Entscheidungssituation nicht verwirklicht werden. Angesichts der langen Zeitspanne, in der man bereits über den Bauzustand beraten habe, könne eine weitere Verzögerung von den Eltern der fast 2000 Kinder und Jugendlichen an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule nicht mehr hingenommen werden. Mögliche Gefährdungen von Schülern und Lehrern durch unzureichende Sanierungen und Sicherheitseinrichtungen seien nicht länger zu verantworten. Zu einem qualifizierten und differenzierten schulischen Angebot gehöre auch, dass der Kreis die Fürst-Johann-Ludwig-Schule durch eine zeitgemäße Ausstattung in die Lage versetze, sich neuen pädagogischen Herausforderungen zu stellen. (bl) 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
|