| Unsere Streuobstwiesen (September 2005) |
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Es berichten:
Nadine Hölper 8aR, Lukas Böcher, Heiko Schmidt 8cR, Stefan Leinz 8dR
An unserer Schule gibt es seit 1983 eine große Streuobstwiese, die mittlerweile aus ca. 40 hoch- und mittelstämmigen Obstbäumen besteht. Gepflanzt wurden die Bäume von den Schülern der Ökologiekurse des Haupt- und Realschulzweiges. Streuobstwiesen werden im Ökologieunterricht als wertvolle und schützenswerte Biotope behandelt. Im Unterricht haben wir die wichtigsten Obstbaumarten und auch die Grundlagen der Obstbaumpflege kennen gelernt. Dazu gehören u.a. Möglichkeiten der biologischen Schädlingsbekämpfung als auch der Obstbaumschnitt.
Auf unserer Streuobstwiese wachsen viele verschiedene Bäume:
Süßkirschen, Sauerkirschen, Äpfel, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Birnen, Speierlinge und auch die Mispel.
Damit sich die Tier- und Pflanzenwelt gut entwickeln kann, wird unsere Wiese mittlerweile nur einmal im Jahr im August gemäht. Das Mähgut wird abgefahren, um keinen zusätzlichen Dünger einzubringen. Dies fördert das Wachstum von Blumen.

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 Ein Jahr nach den ersten Pflanzungen 1984
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 Frühjahr 1993
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| Bedeutung der Streuobstwiesen |
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Streuobstwiesen sind von großer ökologischer Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt.
Sie schützen vor extremen Witterungseinflüssen.
Sie bereichern die Landschaft.
Sie liefern wertvolles Obst.
In der Regel befinden sich auf einer Streuobstwiese etwa 80 - 120 Obstbäume pro Hektar. Streuobstwiesen werden ausschließlich extensiv, also auf einer großen Fläche aber mit geringem Aufwand, genutzt. Auf Kunstdünger und Spritzmittel wird nahezu völlig verzichtet. Die Wiesen werden ein bis zweimal im Jahr gemäht.
Eine Streuostwiese unterscheidet sich von einer Obstplantage insofern, dass verschiedene Ostbaumarten verstreut auf dem Gelände stehen und nicht wie auf einer Obstplantage in Reih und Glied. Unter den Bäumen befindet sich eine Wiese mit verschiedenen Gräsern und anderen wild wachsenden Pflanzenarten. Die Bäume sind deutlich höher als die Bäume auf den Obstplantagen. Jede Streuobstwiese ist ein Biotop. Durch ihre Naturbelassenheit ist sie der ideale Lebensraum für viele Kleinsäuger, Insekten, Vögel und Pflanzen. Die Obstbäume bieten den Tieren Unterschlupf, Fortpflanzungs- und Nahrungsmöglichkeiten. Die Wiese darunter, möglichst wenig gedüngt und nur zweimal im Jahr gemäht, ist mit ihrer Pflanzenvielfalt eine Heimstätte für eine große Anzahl weiterer Tiere und bietet zusätzlich Nahrung für die Baumbewohner.
Bis zu 5000 Pflanzen- und Tierarten können in einer solchen Wiese vorkommen. Obst von Streuobstwiesen bietet eine große Sortenvielfalt mit unterschiedlichen Eigenschaften in Bezug auf Geschmack, Lagerfähigkeit und Inhaltsstoffen. Streuobstwiesen haben eine wichtige Funktion zur Erhaltung traditioneller Obstsorten.

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 Unsere Streuobstwiese im Frühsommer 2005
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 Reiche Apfelernte 2005
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| Gefährdung der Streuobstwiesen |
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Bis heute geht die Anzahl der Streuobstwiesen in unserer Region rapide zurück. Die Pflege und die Ernte lohnt sich nicht mehr. Es wird immer mehr Bauland ausgewiesen, auch änderte sich das Verbraucherverhalten; man wollte nur noch makelloses Obst essen.
Seitdem keine Selbstversorgung mehr nötig und Hochstamm-Obstwiesen wirtschaftlich nicht mehr so rentabel sind, müssen sie Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten weichen.
Die heutigen Restbestände sind in der Regel überaltert und oft in einem schlechten Zustand. Daher zählen Streuobstwiesen heute zu den am stärksten bedrohten Biotopen unserer Kulturlandschaft.
Um sie dauerhaft zu erhalten, ist sowohl eine kontinuierliche Pflege der Bäume als auch eine regelmäßige Nutzung des Grünlands nötig.



Hadamar im September 2005
Ökologiekurse des Haupt- und Realschulzweiges der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar
Kurslehrer: Gerhard Christ 
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