| 24.11.2005 DFB-Präsident Dr.Theo Zwanziger und te Poel ziehen an einem Strang |
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Von Jan Kieserg
Waldbrunn/Frankfurt. Wie ist es um den Schulfußball in Hessen bestellt, und in welcher Form wird die nach wie vor beliebteste Ballsportart der Republik im Sportunterricht an Hessens Schulen angeboten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft in Frankfurt.
Zum hochkarätig besetzten Podium gehörte unter anderem auch der in Waldbrunn wohnhafte Pädagoge und Sportlehrer an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, Hans-Dieter te Poel, der als Mitglied der hessischen Lehrplankommission elementare Kenntnisse zur Gestaltung des Sportunterrichtes beitragen konnte. Direkt neben te Poel hatte der geschäftsführende DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger aus Altendiez Platz genommen, so dass sich eine ebenso lebhafte wie fundierte Diskussion entwickelte.
Thema in Frankfurt war der Fußballsport in Schule und Verein. Neben Dr. Theo Zwanziger und Hans-Dieter te Poel saßen auch Sportspielforscher sowie Lehrerausbilder aus den Universitäten Duisburg-Essen und Frankfurt am Podium. Sowohl der Forschungsstand im Bereich Schulfußball als auch die Mitgliederentwicklung und Zielstellungen des Deutschen Fußball-Bundes sowie Lehrplanveränderungen und Lehrerausbildung wurden im Laufe der Tagung thematisiert.
Hans-Dieter te Poel machte aus den Perspektiven Lehrplangruppe, Fußball-Lehrer und Sportwissenschaft heraus deutlich, dass das Bundesland Hessen im gymnasialen Bereich, insbesondere in den Feldern der Förderung spielerischer Kreativität und Spielintelligenz sowie der Sicherung elementarer sportspielspezifischer Leistungsfaktoren wie Technik/Koordination, Taktik und Kondition, gerade dem Fußball «zuarbeite». «Diese Bereiche sind mit Bildung und Erziehung im und durch den Sport ganz eng verzahnt», erläuterte der Oberstudienrat und Inhaber einer Fußball-Lehrer-Lizenz. Derzeit seien in Hessen die Lehrpläne für das Gymnasium völlig neu gestaltet sowie die Lehrpläne Sport für alle weiteren Schulformen in der Beratung im Hessischen Kultusministerium.
Beeindruckt zeigte sich te Poel während der Diskussion vor allem über die Ausführungen Dr. Zwanzigers, der mit viel fußballerischem Herzblut Wünsche und Forderungen formulierte, beispielsweise plädiert der Altendiezer für einen innovativen und umfangreichen Sportunterricht mit Fußball, eine noch stärkere Kooperation zwischen dem Schulsport und dem DFB sowie eine Intensivierung der Einrichtung der Eliteschulen des Sports mit Fußball. Te Poel sagte dem DFB-Präsidenten im Hinblick darauf jegliche Unterstützung zu. «Er ist ein Mann nach meinem Geschmack. Er redet nicht um den heißen Brei herum und hat klare Vorstellungen von der zukünftigen Entwicklung des deutschen Fußballs», so te Poel abschließend. 


Quelle: www.nnp.de (o.g. Datum) 
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