Konzeption der Berufsorientierung im Haupt- und Realschulzweig
1. Einführung und Leitgedanken der Berufsorientierung
Die Berufsorientierung (BO) ist an der FJLS kein einzelnes Fach, sondern ein ganzheitlicher, fächerübergreifender Prozess. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig und kontinuierlich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Dabei werden alle Unterrichtsfächer sowie externe Partner wie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit einbezogen. Grundlage für das BO-Curriculum ist die hessische „Verordnung für Berufliche Orientierung in Schulen (VOBO)“ vom 17. Juli 2018.
2. Berufsorientierung im Hauptschulzweig – Umsetzungsstruktur
Bereits ab Klasse 5 beginnt die BO mit sozialen Trainings, Methodentraining und der freiwilligen Teilnahme am Girls-/Boys-Day. Die Unterrichtsinhalte werden lebenspraktisch und berufsbezogen ausgerichtet.
In Klasse 6 wird dieses Konzept fortgeführt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, im Team zu arbeiten, Konflikte zu lösen und erste Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen.
Ab Klasse 7 intensiviert sich die Berufsorientierung: Der Berufswahlpass (BWP) wird eingeführt, um den BO-Prozess zu dokumentieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Berufsberatung kennen, recherchieren Berufe online und nehmen am Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo7 teil. Der Wahlpflichtunterricht (WPU) bietet praxisnahe Inhalte, die den Interessen und Fähigkeiten der Lernenden entsprechen.
In Klasse 8 steht die Reflexion der KomPo7-Ergebnisse im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler lernen, ihre Kompetenzen einzuschätzen und gezielt Praktikumsplätze zu suchen. Bewerbungsschreiben und Lebensläufe werden erstellt, Bewerbungstrainings durchgeführt und ein erstes Betriebspraktikum absolviert. Die Eltern werden aktiv in den BO-Prozess eingebunden.
In Klasse 9 wird das Kompetenzprofil weiterentwickelt. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Ausbildungsbetriebe, absolvieren ein zweites Praktikum und bereiten sich intensiv auf Bewerbungsverfahren vor. Übergangsmanagement und Gespräche mit der Berufsberatung helfen bei der weiteren Planung und bereiten die Jugendlichen auf den Übergang in Ausbildung oder weiterführende Schulen vor.
3. Berufsorientierung im Realschulzweig – Umsetzungsstruktur
Auch im Realschulzweig beginnt die BO ab Klasse 5 mit sozialen Trainings, Methodentraining und dem Girls-/Boys-Day. In den folgenden Jahrgängen wird das Konzept analog zum Hauptschulzweig weitergeführt.
Ab Klasse 8 wird der Berufswahlpass eingeführt, ein erstes Kompetenzprofil erstellt und die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Berufe kennen. Praktika, Bewerbungstrainings und Betriebserkundungen sind zentrale Bestandteile.
In Klasse 9 erfolgt ein zweites Praktikum. Die Schülerinnen und Schüler aktualisieren ihr Kompetenzprofil. Die Eltern werden in den Prozess eingebunden. Die Jugendlichen lernen auf der Bildungsmesse Ausbildungsbetriebe in der Nähe kennen, knüpfen Kontakte und bereiten sich auf Bewerbungen vor.
In Klasse 10 steht die konkrete Berufswahl im Mittelpunkt. Bewerbungstrainings, Gespräche mit der Berufsberatung und die Planung des Übergangs in Ausbildung oder weiterführende Bildungseinrichtungen runden das Konzept ab.















