Fürst-Johann-Ludwig-Schule

Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe

Fürst-Johann-Ludwig-Schule

Kooperative Gesamtschule
mit gymnasialer Oberstufe

Freiherr-vom-Stein-Straße
65589 Hadamar
Telefon: 06433-2076
Telefax: 06433-2078
sekretariat@fjls.cloud

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      Die Schule mit Weitblick

     

     

     

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    Umzugserinnerungen

     

    Ich bin vermutlich der einzige Mensch, der bei dem Umzug der Schulen dabei war und der heute noch immer an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule ist. Die eine Schule, die Haupt- und Realschule, war neben dem Hadamarer Rathaus. Die andere Schule, das Gymnasium, war im Hadamarer Schloss. Im Schlossgebäude selbst war ich allerdings in meinen ersten 4 Jahren nur äußerst selten, nur für Musik, für Kunst, in Physik oder um mein Fahrrad abzustellen. Wegen der geburtenstarken Jahrgänge herrschte ein großer Platzmangel. Mein Klassenraum war in einem Holzpavillon an der Linde, die heute noch im Schlosshof steht. Das Parkett in der Turnhalle gegenüber dem Schloss war alt; man riss sich im Sportunterricht regelmäßig Splitter in die Haut ein. Nur zu Anfang meines 9. Schuljahres war ich in einem Klassenraum im Erdgeschoss des Schlosses mit einer großen Säule, die gelegentlich die Sicht versperrte, auf alten, hölzernen Zweierbänken, wie ich sie danach nur noch im Museum gesehen habe, und Tischplatten mit dunkelblauen Löchern, in die man vor meiner Zeit die Tintenfässer hineingestellt hatte. In das Sekretariat kam ich nur ein einziges Mal während der gesamten Zeit. Von den mit der Einrichtung einer Gesamtschule verbundenen Streitigkeiten in der hessischen Schulpolitik bekam man auch als politisch interessierter Mittelstufenschüler wenig mit. In Erinnerung habe ich, dass meine Klasse vor allem interessierte, ob es auch an der neuen Schule eine Möglichkeit zur Verköstigung geben würde.


    Der eigentliche Umzug in den Herbstferien 1971 war für uns Schüler, die in Hadamar wohnten, unspektakulär. Man packte einige Gegenstände aus seinem alten Klassenraum zusammen, nahm sie mit nach Hause und brachte sie nach den Herbstferien wieder in das neue Schulgebäude mit. Die Arbeit mussten andere leisten.


    Mein neuer Klassenraum war Raum 047, weil in meiner Klasse von Anfang an ein Schüler war, der auf einen Rollstuhl angewiesen war. Was war anders? Es waren viel mehr Mitschülerinnen und Mitschüler sowie viele Lehrkräfte, die man noch nicht kannte und auch bis zum Ende der Schulzeit nicht kennenlernte. Diejenigen Klassenräume, die heute 2 Türen hatten, bestanden 1971 aus zwei Räumen, von denen einer sehr klein war. Anfangs existierten noch keine Sporthallen, dafür viel Schlamm und Beton rund um das Hauptgebäude, das kleiner war als heute. Im Wendehammer drehten tatsächlich die Busse, weil die Hohlstraße noch nicht bis zur Schule führte und die Busse früher kleiner waren. An vielen Stellen regnete es herein. Es gab moderne naturwissenschaftliche Räume und keine Oberstufenschüler mehr, die Aufsicht führten. War ich vorher mit dem Fahrrad zur Schule gekommen, so konnten die Kinder und Jugendlichen aus meinem Viertel die Schule jetzt über einen kurzen Feldweg erreichen. Der war die Hälfte des Jahres so schmutzig, dass man Gummistiefel anzog, um die Schule zu erreichen. Am Südeingang wachte der gestrenge Direktor Hermann Jung darüber, dass man vor dem Betreten des Gebäudes die Gummistiefel auszog, in einer großen Plastiktüte verstaute und das neue Gebäude nur mit sauberen Straßenschuhen betrat. Während des Unterrichts gab man die Gummistiefel in den Klassenschrank.


    Was hatte sich nicht geändert? Es gab jede Woche vor oder in der ersten Stunde (Da ist meine Erinnerung nicht mehr sicher.) einen katholischen Gottesdienst – in der Kapelle, die heute Computerraum ist. Nicht geändert hatte sich auch der immense Unterrichtsausfall. Meine Klasse bekam irgendwann vom Direktor die Erlaubnis, sich selbst in Biologie zu unterrichten. Da trügt mich meine Erinnerung nicht. Wenn die Klassenraumtür zu war, war es immer noch meine Klasse – nur dass wir ein bisschen älter geworden waren. Die Schule war zwar noch größer und sehr viel moderner geworden, aber es war immer noch meine Schule; sie hatte ja auch ihren Namen behalten: Fürst-Johann-Ludwig-Schule.


    Ach ja, unsere größte Befürchtung bewahrheitete sich nicht. Der Pausenverkauf fand in einem Kiosk in der letzten Kurve vor der Schule statt: kleine Kuchen, Brötchen, Cola und Fanta. Man konnte auch nach dem Umzug weiterleben. Der Kiosk steht heute noch.


    Peter Laux
    Schulleiter

     

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