Präventionstheater gegen Cybermobbing an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule
Am 18.03.2026 nahmen die 7. Klassen des Gymnasialzweiges der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar an einem besonderen Präventionsprojekt teil: Die Kölner Theatergruppe Comic On! gastierte mit ihrem Stück „R@ausgemobbt 2.0“ an der Schule und setzte sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern intensiv mit den Themen Cybermobbing und Medienkompetenz auseinander. Ermöglicht wurde das Projekt über das Förderprogramm „Jugend er-leben“ durch das Amt für Jugend, Schule und Familie des Landkreises Limburg Weilburg. Mit Veranstaltungen wie dieser zeigt die Fürst-Johann-Ludwig-Schule, dass schulische Bildung weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Die Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen wie Cybermobbing und digitaler Verantwortung ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrags.
Im Mittelpunkt des Theaterstücks stand die Schülerin Cris, die in die Fänge von Cybermobbing gerät und unter den Angriffen ihrer Mitschülerin Vanessa leidet. Zwischen den beiden Figuren steht Jass, ein neuer Schüler an der fiktiven Schule, der zunehmend in die Dynamik des Mobbings hineingezogen wird. Das Stück zeigte eindrucksvoll, wie schnell Konflikte eskalieren können, wenn sie sich nicht nur im schulischen Alltag, sondern auch im digitalen Raum fortsetzen. Gerade durch die lebensnahe Darstellung gelang es den Schauspielerinnen und Schauspielern, die Jugendlichen unmittelbar anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen.
Besonders wertvoll war auch der Austausch im Anschluss an die Aufführung. Die Theaterprofis von Comic On! nahmen sich viel Zeit, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen aufzugreifen. Dabei ging es unter anderem um das Recht am eigenen Bild, um Formen und Folgen von Mobbing im analogen und vor allem im digitalen Raum sowie um konkrete Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Zeugen. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie wichtig es ist, nicht zu schweigen, sondern frühzeitig Unterstützung zu suchen.
Auch die Schülerinnen und Schüler benannten im Gespräch zentrale Strategien gegen Mobbing: Man solle sich an Freunde und Verbündete wenden, Lehrkräfte ansprechen sowie Vertrauenslehrkräfte und die Schulsozialarbeit einbeziehen. Damit wurde deutlich, dass Prävention nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Mut macht, in schwierigen Situationen aktiv zu werden und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Organisiert wurde das Projekt vom Klassenlehrer der 7bG, Bastian Hoffmann. Er betont die große Bedeutung solcher Angebote für den Schulalltag: „Als Schule erleben wir, wie digitale Konflikte den Alltag von Kindern und Jugendlichen prägen können. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler auf diesem sensiblen Feld zu stärken, sie zu sensibilisieren und ihnen konkrete Wege aufzuzeigen, wie sie mit Streit, Ausgrenzung und digitalem Fehlverhalten verantwortungsvoll umgehen können, bevor Situationen eskalieren.“









