Fürst-Johann-Ludwig-Schule

Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe

Fürst-Johann-Ludwig-Schule

Kooperative Gesamtschule
mit gymnasialer Oberstufe

Freiherr-vom-Stein-Straße
65589 Hadamar
Telefon: 06433-2076
Telefax: 06433-2078
sekretariat@fjls.cloud

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Schuljubiläum - 50 Jahre Gesamtschule

 

 

Im Schuljahr 2021/2022 begeht unsere Schule ihren 50. Geburtstag als schulformbezogene (kooperative) Gesamtschule auf dem Wingertsberg. So heißt der Flurname, auf dem das Schulgebäude steht. Das traditionsreiche Gymnasium im Schloss und die etablierte Haupt- und Realschule am Hadamarer Rathaus wurden im Herbst 1971 in einem neuen Gebäude und in einer neuen Schule zusammengeführt. Als Name dieser Schule wurde der Name des Gymnasiums gewählt. Der Namensgeber Johann Ludwig war der bedeutendste Regent der Hadamarer Herrscherfamilie. Er setzte als erster seine Unterschrift unter den Friedensvertrag von Münster 1648 und trug damit zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges bei. Er gründete auch die erste höhere Schule in Hadamar.

Wir werden an die Neugründung der Schule 1971 durch eine Reihe von Beiträgen auf der Homepage und durch kleinere oder größere Veranstaltungen erinnern. Welche das sein werden und wann sie stattfinden, das wird – leider – wieder vom Verlauf der Pandemie abhängen.

 

NEU

Mein erstes Jahr an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule

Großes Jubiläum und kleines Jubiläum: Das Jubiläumsjahr der Fürst-Johann-Ludwig-Schule, in dem sie ihren 50sten Geburtstag gefeiert hat, neigt sich dem Ende zu. Gleiches gilt für das „kleine“ Jubiläum von Philipp Naumann, der nun seit einem Jahr an unserer Schule tätig ist – zunächst als Stellvertretender Schulleiter, seit dem 1. August 2022 nun als neuer Schulleiter.

Wünsche an die FJLS

Hellseherische Fähigkeiten wie auch der Blick in die Glaskugel werden wohl nicht die Zukunft der FJLS verraten, obwohl für eine Schule die Aussicht auf den mutmaßlichen Weg die jetzigen Entscheidungen vorgibt. Damit dies gelingt, sind gutgemeinte Wünsche willkommen …

Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft

Eng verbunden mit der Fürst-Johann-Ludwig-Schule fühlt sich unsere Autorin Siglinde Berg. Als Schülerin im Schloss unterrichtete sie ihr späterer Schwiegervater und sie traf auf den Vater ihrer Kinder; die heutige Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Michaela Berg, absolvierte ihr Abitur 1987, ein Jahr später folgte ihr Bruder, Dr. Johannes Berg – heute Richter am Bundesgerichtshof. Inspiriert von einem Gedanken aus Augustinus‘ „Confessiones“ wünscht die ehemalige Lehrerin und evangelische Pfarrerin der Schule alles Gute. Siglinde Berg legte 1958 als einziges Mädchen die Abiturprüfung in Hadamar ab.

¡Spanisch - ein neuer Weg!

Eher zufällig entdeckt die Schulleitung, dass unser Autor die Fakultas für Spanisch besitzt. Kritisch beäugt von Teilen des Kollegiums kann Walter Metzler mit Spanisch als 3. Fremdsprache starten und später Spanisch zu einem erfolgreichen Kursangebot in der gymnasialen Oberstufe weiterentwickeln. Bei wachsender Beliebtheit dieser Sprache, wie er selbst meint, fragen die heutigen Spanisch-Lehrkräfte, ob Spanisch nicht wieder in der Sekundarstufe I angeboten werden könnte.

Studienfahrt nach Salamanca

Spanisch nicht nur zu sprechen, sondern auch die dazugehörige Kultur hautnah zu erleben, war Ziel der ersten Studienfahrt nach Salamanca im Mai 2019. Intensiver Sprach- und Grammatikunterricht gepaart mit einem abwechslungsreichen Kulturprogramm machten den Reiz der Begegnung mit Jugendlichen anderer Herkunftsländer aus: Passanten-Befragung während einer Stadtrallye, Museumsbesuch, Tanz zu lateinamerikanischen Rhythmen und Genuss iberischer Gerichte. Aufgrund der Pandemie konnte die Studienfahrt in den letzten beiden Jahren nicht stattfinden, doch für Oktober 2022 ist ein neuer Termin festgesetzt.

Architekt Nowotny

Das Schulgebäude sei nicht verbaut, sondern Nutzungsänderungen und Erweiterungsmöglichkeiten seien jederzeit möglich, erklärt Fritz Nowotny vom Architekturbüro Nowotny+Mähner aus Offenbach. Die außergewöhnlich niedrigen Baukosten verbucht der Architekt als Erfolg. Die Nutzer des Gebäudes ermahnt er, nicht zu früh über die Funktionsfähigkeit einer Anlage den Stab zu brechen. Die Lehrer und Schüler müssten sich in der Benutzung des Gebäudes üben – hörbarer Unmut im Auditorium.

Architekt Nowotny "Rede zur Einweihungsfeier 1972"

Staatssekretär Moos

Die neue Schule sei ein imponierendes Gebäude, das von Planung bis Baufertigstellung nur sechs Jahre Zeit in Anspruch genommen habe, meint Staatssekretär Moos. Im Topf des Hessischen Kultusministeriums befänden sich nur 3 Mrd. D-Mark, ein Drittel davon für die Lehrergehälter, mehr als die 14 Mio. D-Mark für den Schulneubau seien nicht drin gewesen. Junge Lehrkräfte in den ländlichen Raum zu bringen, gestalte sich mitunter schwierig. Applaus für den Gast aus Wiesbaden bei der Ankündigung, zum Ende seiner Rede zu kommen.

Staatssekretär Moos "Rede zur Einweihungsfeier 1972"

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Wandel auch im Schulgebäude

Von der Gestaltung der Fachräume und der Lehrerzimmer ganz zu schweigen, verleihen veränderte Leuchtmittel und Farbgestaltung der Wände sowie neues Interieur den Fluren und dem schulischen Innenleben eine freundlichere Gestalt – mit den Rauchmeldern Sicherheit inklusive. Dank Walter Flögels großartiger Fotokunst damals konnte Thomas Höhenberger diesen Wandel heute dokumentieren.

Ulrich Schoth

Schnell und billig sei gebaut worden. Angesichts dessen war der journalistische Aufmacher der Lokalpresse von der „Akropolis in Hadamar“ vermessen. Wie der Wingertsberg ragt der Tempelberg in Athen in die Höhe, aber im Schulgebäude wird nicht wie im Parthenon die Göttin Athene verehrt, dorische Säulen sucht man vergebens und Marmor wurde auch nicht verbaut. Dafür klärt unser Autor das Geheimnis von den Klassenräumen mit zwei Türen auf und erinnert an den Augenblick, als Bundestagsdebatten wichtiger waren als Unterricht. Ulrich Schoth trägt keine Eulen nach Athen, aber er war wachsamer Datenschutzbeauftragter und unterrichtete in Hadamar von 1989 bis 2020 die Fächer Biologie und Chemie.

Nostalgie und Zukunft

Manches aus der Vergangenheit hat auch Zukunft: das Grau des Betons eher nicht. Wohl aber die hohe Quote von Menschen, die mit dem Fahrrad die Schule erreichen, oder die größeren Überdachungen, die es einem erlauben, trotz Regenpausen im Freien zu sein. Dass man die Überdachungen nicht mehr benutzen kann, um darunter zu rauchen, ist eindeutig ein Fortschritt, das Alkoholverbot beim „Abistreich“, das es in den Anfangszeiten der Schule nicht gab, - zumindest aus Sicht der Lehrkräfte – auch.

Walter Metzler

Der Offenbacher Bub zog hinaus in die Welt und traf als versierter Linguist für Französisch und Spanisch auf den allmählich rissig werdenden Granitblock der klassischen Latein-Fraktion. Der Student aus Frankfurt brachte nicht nur die falschen Fächer mit, sondern trug Pullover – wie verwerflich! Dass am Ende die Erkenntnis steht, dass das Unterrichten in einer Kleinstadt mitunter fruchtbarer sein könne als in der Großstadt, ist ein weiteres Plus der Hadamarer Schulgeschichte. Walter Metzler war Gymnasiallehrer und unterrichtete von 1973 bis 2011 die Fächer Französisch, Spanisch und Geschichte.

Unter dem Pflaster liegt – das Moos

Wenn auf alten Bildern alles rund um die Fürst-Johann-Ludwig-Schule grau erscheint, dann liegt das nicht daran, dass der vor einigen Jahren verstorbene Lehrer Walter Flögel den Farbfilm vergessen hatte. Das Gebäude, die großen Überdachungen, die frischen Pflasterungen – das alles war nicht „in betongrau“, das war (und ist) Beton. Über die Jahrzehnte sind viele Hecken und Biotope bewusst angelegt worden, wurden Bäume gepflanzt und die Natur dringt mit Macht zurück – nicht nur in den Fugen zwischen den Pflastersteinen: An Schulaktionstagen weiß man ein Lied davon zu singen. „Wir lernen und lehren im Grünen.“ heißt es im aktuellen Leitbild. Aber auch heute ist nicht alles Grüne Natur. Manches Mal ist es auch Kunstrasen.

Elternsprecher Lambert Müller

Mehrfach tosender Beifall begleitet die Worte des Vorsitzenden des Schulelternbeirats Lambert Müller. Im Rahmen der Einweihungsfeier legt er die Finger in die Wunde: Trotz des Schulneubaus müssten die Schülerinnen und Schüler wieder mit Wanderklassen, fehlenden Klassenräumen und einer katastrophalen Lehrerversorgung zurechtkommen. Dass eine Kommission in Wiesbaden angefangen habe, die Bedarfsdeckung hessischer Schulen zu prüfen, sei kein Trost. Müller bringt eine Elternspende in Höhe von 35.000 D-Mark und ein Versprechen der Eltern mit: die Bereitschaft, mitzuhelfen, eine gute und moderne Schule aufzubauen.

Elternbeirat Lambert Müller "Rede zur Einweihungsfeier 1972"

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Schülersprecher Christopher Speier

Mit markigen Worten distanziert sich der Schulsprecher von der Verschleierung mangelhafter Zustände und Schönfärberei, die Einweihungsfeiern aus seiner Sicht üblicherweise anhaften. Für Christoph Speier sind die mitgebrachten 10.000 D-Mark des Kultusministeriums demnach nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die versprochene Chancengleichheit gebe es nicht und werde es wohl auch nicht geben, es sei denn, optimale Lernbedingungen und Versorgung mit Lehrkräften, neue Unterrichtsformen und Demokratisierung schulischen Lebens sowie die Entwicklung der Fähigkeiten der Schüler unabhängig vom Status der Eltern würden umgesetzt.

Schulsprecher Christoph Speier "Rede zur Einweihungsfeier 1972"

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Schulsport- und Fachbereichsleiter Karlheinz Kopp

Zwei neue Sporthallen, eine davon sogar mit internationalen Spielfeldmaßen, beendeten zwar das Schulleben ohne Sportstätten, boten aber einen beklagenswerten „grauen“ Anblick und offenbarten einen erheblichen Mangel an Geräten und Spielbällen. Letztere wurden mitunter von Sportkollegen „gebunkert“ – unter Missachtung des Fair play-Gedankens. Regenwasser, das durch die Flachdächer sickerte, fehlende Fluchttüren und Einzäunung der Leichtathletikanlage belegten eklatante Planungsfehler, die mühsam in den Folgejahren korrigiert werden mussten. Erstaunlich, dass in den 1970er und 1980er Jahren außergewöhnliche Leistungen Schulmannschaften zum Bundesentscheid in die damals geteilte Hauptstadt führten – dank der guten Kooperation mit den regionalen Sportvereinen. Karlheinz Kopp war Schulsportleiter und Fachbereichsleiter; er unterrichtete als Gymnasiallehrer von 1973 bis 2011.

Sportstättenbilder

Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule hat schon immer hervorragende Sportlehrkräfte gehabt: Hockey-Nationaltrainer, Meistertrainer in der Leichtathletik, Wissenschaftler, Buchautoren oder Menschen, die die Freude an einer lebenslangen Bewegung vermittelt haben. Sportgelände und -hallen fielen dem gegenüber deutlich ab: am Schloss und auch in den ersten Jahren auf dem Wingertsberg. Ein Vergleich zwischen den Anfängen und der Gegenwart …

Pädagogischer Leiter Werner Wittayer

Werner Wittayer beleuchtet die Widerstände gegen eine Gesamtschule und die Versäumnisse rund um den Schulneubau. Kritiker sahen in der Gesamtschule den Untergang des Abendlandes. „So viel Separation wie möglich, so wenig Integration wie nötig“, lautete die Losung des ersten gemeinsamen Schulleiters. Eine mangelhafte Bauausführung, falsche Annahmen zur Entwicklung der Schülerzahlen und die gravierende Unterbesetzung des Kollegiums belasteten erheblich den pädagogischen Neustart auf dem Wingertsberg. Beachtlich, dass nach diesen „Geburtswehen“ schließlich eine reife Schulentwicklung möglich wurde. Werner Wittayer war Pädagogischer Leiter und unterrichtete als Gymnasiallehrer von 1968 bis 2005.

 

Personalratsvorsitzender Berthold Borbonus

Im Rahmen der Einweihungsfeier am 29. September 1972 hält der Vorsitzende des Personalrats eine bemerkenswert mutige Rede. Darin prangert er die Machtdemonstration des Landes Hessen an. Die Kollegen empfänden die Masse von 2300 Schülern als bedrückend und warnende Hinweise aus der Lehrerschaft seien als reaktionär abgetan worden. Eine eklatante Mangelversorgung mit hauptamtlichen Lehrkräften lasse im Kollegium keine festliche Stimmung aufkommen. Berthold Borbonus unterrichtete als Gymnasiallehrer von 1963 bis 1997; er war Personalratsvorsitzender und Fachbereichsleiter.

 

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Früher war nicht alles besser …

Warum hat die Stadt Frankfurt die Altstadt wieder aufgebaut? Wahrscheinlich, weil wir häufig denken: So, wie es früher war, war es schöner. Wie der Vergleich der Anfangszeit unseres Schulgebäudes mit der Gegenwart zeigt, muss dies nicht immer zutreffen.

 

Umzugserinnerungen

Peter Laux war nicht immer Schulleiter, sondern auch einmal Schüler unserer Schule. Diese entstand vor 50 Jahren neu auf dem Wingertsberg; damals wurden zwei Schulen zu einer zusammengefügt. Er verließ im Schuljahr 1971/72 seine alte Schule im Schloss mit Unterricht in Holzpavillons im Hof und Klassenräumen mit Tischen, die noch Löcher für Tintenfässer hatten. Ihn erwartete eine neue Schule, die nur mit Gummistiefeln zu erreichen war und in der oft der Unterricht ausfiel. Das Tröstliche: Es gab Leckeres vom Kiosk vor der Schule!

 

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